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TT-Analyse: Olympia als Bühne und Pranger der Welt

Die USA rufen ihre Verbündeten zur Eindämmung einer als aggressiv verstandenen chinesischen Führung. Menschenrechte dienen als Vehikel.

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Die Hoffnung des Westens, dass das riesige China sich durch Einbindung in die globalen Strukturen zähmen lassen würde, hat sich als falsch herausgestellt. Die Olympischen Sommerspiele in Peking 2008 sind dafür ein Beispiel.
© NOEL CELIS
Floo Weißmann

Analyse

Von Floo Weißmann

Der politische Boykott der Olympischen Winterspiele in Peking durch die USA kommt nicht überraschend. Präsident Joe Biden hatte laut darüber nachgedacht, und der Boykott passt zu seinen außenpolitischen Prioritäten. Es geht um die Eindämmung des neuen großen Rivalen China. Die Betonung von Menschenrechten und Demokratie dient als Vehikel, um in einem Systemkonflikt die Verbündeten von Europ­a bis Fernost hinter den USA zu versammeln. Auf die Boykottankündigung folgt am Donnerstag der nächste Schritt, nämlich der „Demokratiegipfel“ in Washington – ohne China, versteht sich.


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