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Aus dem Gemeinderat: Neuer Anlauf für neuen Recyclinghof in Innsbruck

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Vor dem Recyclinghof in der Rossau bilden sich regelmäßig lange Autoschlangen.
© Domanig

Er gehört zu den Top Ten der in der Schwebe hängenden Projekte in Innsbruck: der Recyclinghof im Westen der Stadt. Eine Mehrheit im Gemeinderat sieht die Notwendigkeit der Errichtung gegeben. Es gibt aufrechte Gemeinderatsbeschlüsse dazu, der Bürgermeister hat den Auftrag, mögliche Standorte und Kosten zu prüfen. Nur im Doppelbudget 2022/23 findet das Projekt keine Berücksichtigung. Gemeinderat Gerald Depaoli (Gerechtes Innsbruck) stellte deshalb bei der gestrigen Sitzung des Gemeinderats den Antrag, die Errichtung eines zweiten Recyclinghofs im Doppelbudget zu verankern. Depaoli nannte es „antidemokratisch“, dass Bürgermeister Georg Willi (Grüne) – der bekanntlich nicht viel von dem Projekt hält – die vorliegenden Beschlüsse nicht vollzieht.

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BM Willi erklärte, dass sich Zeiten ändern würden: Es werde mehr wiederverwendet als weggeworfen und der Umgang mit Grund und Boden sei sorgsamer geworden. „Vielleicht finden wir ja mit der Erweiterung der bestehenden Strukturen ein Auslangen“, so Willi. Vizebürgermeister Hannes Anzengruber (ÖVP) verwies darauf, dass der bestehende Recyclinghof in der Rossau zu kollabieren droht, und hält an einem Neubau fest. Der Stadtsenat hat sich nun erneut mit dem Projekt zu befassen.

Eine Arbeitsgruppe soll sich indes mit der Schaffung einer so genannten „Erlaubniszone“ auseinandersetzen und eine entsprechende Verordnung vorbereiten. Wie berichtet, spricht sich die Mehrheit der Gemeinderatsfraktionen für die Legalisierung des Straßenstrichs aus. Nun gilt es einen geeigneten Standort dafür zu finden. (dd)


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