Die gute Geschichte: Sportlicher Ehrgeiz für Kinder in Burkina Faso

Beim „Laufwunder“ der youngCaritas geht es darum, seine Laufleistung in bare Münze für ein Hilfsprojekt in Afrika umzuwandeln.

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Für Christian Werner und Alexandra Stock ist das Laufen an der Innpromenade in Schulnähe quasi ein „Heimspiel“.
© Caritas/Bachmann

Innsbruck – Das Laufwunder funktioniert normalerweise so: Die Schüler legen eine möglichst lange Strecke zurück und die Verwandten zahlen für jeden Kilometer. Dieses Geld wird dann für einen guten Zweck verwendet. Je mehr Runden gelaufen werden, desto mehr Spenden kommen zusammen.

Bei Alexandra Stock war das allerdings anders. Am Wochenende vor dem Laufwunder Anfang Juni dieses Jahres hat sie sich auf ihr Moped gesetzt und die Verwandtschaft abgeklappert: „Ich bin herumgefahren und habe alle gefragt.“ Mama, Papa, Schwester, Opas und Omas – und alle haben zugesagt, etwas beizusteuern. Doch aus Respekt vor Alexandras sportlichem Leistungswillen haben sie dann doch einen Pauschalbetrag vorgeschlagen. Damit das Ganze kalkulierbar wird. Alexandra: „Sie hatten Angst, dass ich zu viele Runden laufe.“ Als dann auch noch eine schöne Summe von der Firma ihres Vaters dazukam, war Alexandra mehr als zufrieden.

Genauso zufrieden ist ihr Schulkollege Christian Werner. Beide besuchen das Katholische Oberstufenrealgymnasium der Barmherzigen Schwestern in Innsbruck. Durch die Nähe der Schule zur Innpromenade führte die Laufrunde während der Sportstunde vom ehemaligen Riesenrundgemälde an der Kettenbrücke bis zum Hans-Psenner-Steg, der Holzbrücke und auf der anderen Innseite wieder zurück.

Christian hat in 41 Minuten ganze sieben Runden der 1,15 Kilometer langen Strecke geschafft. Als Tänzer hat er eine super Kondition. Nach den sieben Runden sieht er so aus, als könnte er noch locker weiterlaufen. Die besondere Sportstunde hat Christian gefallen: „Es war voll lässig und auch anstrengend. Wenn man für einen guten Zweck läuft, macht es doppelt Spaß. Meine Eltern waren gerne bereit, etwas beizusteuern.“

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Für alle Beiträge und Spenden sind die Veranstalter von youngCaritas sehr dankbar. Das Geld kommt nämlich einem Hilfsprojekt zugute, wo jeder einzelne Euro wertvoll ist: Es werden unbegleitete Kinder in Burkina Faso unterstützt. Sie bekommen Schulgeld und erhalten je nach Bedarf Lebensmittel, Schulmaterial oder medizinische Betreuung. Alexandra, Christian und viele ihrer Schulkolleginnen und -kollegen haben mit ihrer sportlichen Leistung dazu beigetragen, dass der Alltag für einige Kinder in Burkina Faso ein Stückchen leichter wird. (TT)


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