Vollversammlung des TVB Alpbachtal: Mit Trailpark in ruhigere Zeiten

Der Sommer war gut, Kapital für neue Projekte ist da. Der TVB Alpbachtal bilanzierte.

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Bei der Vollversammlung am Dienstagabend wurde das Projekt Mountainbike Trailpark Alpbachtal am Reitherkogel vorgestellt.
© Grießenböck

Kundl – Nachdem im Sommer nach Streits der komplette Vorstand ausgetauscht wurde, bemüht man sich beim TVB Alpbachtal merklich um Ruhe. Es brauche keine zusätzlichen Hürden im Verband, die Pandemie stelle die Touristiker vor genügend Herausforderungen, meinte Obmann Frank Kostner bei der Vollversammlung am Dienstagabend in Kundl.

Die Wintersaison 2021 war ein Komplettausfall (95 %). Die Sommersaison hingegen entwickelte sich gut, erklärte GF Markus Kofler. Die Ankünfte stiegen zum Vorjahr um ein Drittel (insg. 114.028). Bei den Nächtigungen gab es +25 % (492.158). Der Blick auf den „Vor-Corona-Sommer“ 2019 offenbart eine Differenz von 11 % bei den Nächtigungen (tirolweit -20 %) und -8 % (-10 %) bei den Ankünften.

Die Gesamtbudgetsumme 2020 betrug rund 4,6 Mio Euro. Durch Einsparungsmaßnahmen in der Krise könne man nun auch aufgeschobene Projekte angehen. Vorgestellt wurde am Dienstag der neue „Mountainbike Trailpark Alpbachtal“. Vom Reitherkogel bis zur Talstation soll bis Herbst 2022 eine neue Mountainbikestrecke entstehen. Eine blaue Piste sei bereits genehmigt, weitere Trails in Planung. 10.000 Euro wurden bisher investiert, die Gesamtkosten wolle man erst nach Abschluss der Planungsarbeiten veröffentlichen.

Inhalte des Fusionsvertrages von 2004 sollen neu evaluiert werden. Vieles sei nicht mehr zeitgerecht, meinte Aufsichtsrat Christoph Neuhauser. Diskutieren will man die Rolle der Ortsausschüsse samt Budgets.

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Werden die gesammelten Gelder für den Sonnwendjochlift an Unternehmer und Sponsoren rückbezahlt, sollte das Projekt platzen? Antworten gab es vorerst nicht – Initiatoren blieben der Versammlung fern. Es geht um bis zu 600.000 Euro Genossenschaftskapital und mehr als 260.000 Euro an Spenden. Demnächst will Markus Vögele die Genossenschaftsmitglieder versammeln. Sollte die Mehrheit für eine Auflösung sein, werden alle Gelder ausbezahlt – abzüglich jener „150.000 bis 200.000 Euro“ für Gutachten etc., erklärt Vögele auf Nachfrage. Er hofft weiter auf Investoren rund um den Verkauf des Berggasthauses und plädiert dafür, die Gemeinderatswahlen abzuwarten. (jazz, gg)


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