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Tischmanieren damals und heute: Bitte das Fett nicht in den Ärmel wischen

Die Tischsitten, die im Mittelalter üblich waren, würden uns heute wohl den Appetit verderben: Schmatzen, Rülpsen und den fettigen Mund am Tischtuch abwischen – das war üblich. Die Gabel war sogar verpönt, weil sie als Werkzeug des Teufels galt.

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Historische Stiche geben Aufschluss über frühere Tischsitten und die Arbeit in Küchen im 18. Jahrhundert, als Gabeln mit der Heugabel des Teufels in Verbindung gebracht wurden.
© Ammerer

Von Judith Sam

Ob Firmenfeier oder Heiligabend bei den Schwiegereltern – bei den nahenden Weihnachtsessen lauert so mancher Knigge-Stolperstein. Sollte dabei trotz bester Vorsätze ein wenig Darmluft entfleuchen oder sich ein Brösel im Bart verheddern, könnte man elegant davon ablenken, indem man über Tischsitten der Vergangenheit plaudert. Denn bereits ein kleiner Blick ins Mittelalter zeigt, dass in Relation zu damals selbst ein dezenter Rülpser tolerierbar wirkt.


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