Jaguar F-Pace P400e: Blitzschnell dank Herzschrittmacher

Ein elektronisches Helferlein macht den JaguarF-Pace P400e e wahlweise zum Schmusekätzchen oder reaktionsfreudigen Raubtier.

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Stattlich, sportlich und streckenweise sparsam: der Jaguar F-Pace P400e.
© Höscheler

Thaur – Noch ist es nicht so weit: Jaguar hat zu Beginn des Jahres vollmundig angekündigt, ab 2025 nur noch reine Elektrofahrzeuge auf den Markt bringen zu wollen. Bis dahin müssen Interessenten aber mit Bestehendem vorliebnehmen – wobei zunehmend Elektrifiziertes sich im Angebot befindet. Das Facelift des Midsize-SUV F-Pace brachte etwa eine Ausweitung des Motorenangebots mit sich: Abseits von Dieseln und reinen Ottomotoren blitzt der P400e auf, eine Melange aus einem Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner und einem Elektromotor. Das Duo dient dem Sparen und dem Sporteln, so viel ist sicher. Denn einerseits stellt die installierte 13,6-kWh-Lithium-Ionen-Batterie sicher, dass der F-Pace für einige Zeit rein elektrisch und somit lokal emissionsfrei unterwegs ist. Der Hersteller stellt bis zu 53 Kilometer in Aussicht, im Test waren es knapp mehr als 40 Kilometer. Eine der Besonderheiten des Modells ist die Ladedauer: An Schnellladesäulen mit Gleichstrom kann der P400e mit 32 Kilowatt laden, die Ladezeit (von null bis 80 Prozent) beträgt 30 Minuten. Bei Plug-in-Hybriden ist diese Rasanz unüblich, zumeist begnügen sich entsprechende Modelle mit 7,2 kW Ladeleistung.

Nun, genügsam ist der Hochbeiner-Brite ohnedies nicht, jedenfalls nicht in puncto Sprint: Wer das Gaspedal beherzt tritt, gibt dem Sporteln gegenüber dem Sparen den Vorzug und braucht kaum mehr als fünf Sekunden, um den 2,2-Tonner von null auf Landstraßentempo zu beschleunigen. Wer es ausreizen möchte, kann den F-Pace 400e sogar bis zu einem Höchsttempo von 240 km/h antreiben.

Auf Dauer ist das nicht ratsam, es würde den Benzinverbrauch in unverantwortliche Höhen treiben. Am ehesten empfiehlt sich, alle Talente des F-Pace P400e auszukosten, ihn täglich an die Steckdose anzuschließen, um das Alltagspendeln wenigstens allein dem E-Motor zu überlassen. So lässt sich der Testverbrauch von 7,8 Litern je 100 Kilometer erklären, deutlich über der Norm, aber nicht so übel in Anbetracht überdurchschnittlicher Langstreckenanteile samt Autobahn. Vorzüglich in Aktion: Lenkung, Allrad samt Traktion und Fahrwerksabstimmung, etwas beeinträchtigt ist durch die PHEV-Technologie der Laderaum. (hösch)

Die Technik

Motor: Vierzylinder-Benziner, E-Motor

Hubraum: 1997 ccm

Drehmoment: 640 Nm bei 1500 U/min

Leistung: 297 kW/404 PS

L/B/H: 4747/2071/1664 mm

Gewicht: 2189 kg

Kofferraumvolumen: 619 l

Tankinhalt: 69 l

Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h

0 – 100 km/h: 5,3 Sekunden

Verbrauch: 7,8 l/100 Kilometer

Kraftübertragung: Allradantrieb

Preis: 88.265 Euro

CO2-Emission: 54 g/km

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