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Treibhausgasemissionen von Fleisch- und Milchindustrie nehmen zu

Die Experten des IATP haben die Klimabilanz von 35 der größten Rind-, Schweine-, Geflügel- und Molkereiunternehmen mit Hauptsitz in der EU, Großbritannien und der Schweiz untersucht. Die Ergebnisse sind ernüchternd.

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Auch der deutsche Konzern Tönnies wurde untersucht.
© Bernd Thissen

Paris – Die von Europas größten Unternehmen der Fleisch- und Milchindustrie verursachten Treibhausgasemissionen nehmen laut Institute for Agriculture and Trade Policy (IATP) weiter zu. "Der Klima-Fußabdruck der großen europäischen Fleisch- und Molkereikonzerne ist vergleichbar mit dem der großen Akteure im Bereich der fossilen Brennstoffe", erklärte IATP-Chefin Shefali Sharma am Montag. Doch zugleich stünden sie bisher nicht im Fokus der Politik und kämen so "ungestraft" davon.

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Die Experten des IATP haben die Klimabilanz von 35 der größten Rind-, Schweine-, Geflügel- und Molkereiunternehmen mit Hauptsitz in der EU, Großbritannien und der Schweiz untersucht. Inklusive der Emissionen in ihren Lieferketten insbesondere in der Viehzucht waren diese Unternehmen demnach im Jahr 2018 für sieben Prozent der EU-Emissionen verantwortlich; der Ausstoß der 20 größten Unternehmen übersteige den der Niederlande.

Aus Deutschland ist der Schlachtbetrieb Tönnies unter den untersuchten Unternehmen. Hier kommt der Bericht zum Ergebnis, dass der von Tönnies verursachte Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase zwischen 2016 und 2018 um 30 Prozent zugenommen hat. Ähnlich auch das Bild etwa beim irischen Schlachtereikonzern ABP oder den französischen, auf Milcherzeugnisse spezialisierten Konzernen Danone und Lactalis.

Das IATP bemängelt, dass nur wenige der untersuchten Konzerne Pläne vorgelegt hätten, um ihre Klimabilanz zu verbessern. Und diejenigen, die derartige Strategien haben, "verlassen sich auf Buchhaltungstricks, Greenwashing und die zweifelhaften Auswirkungen von Kompensationen, um von den grundlegenden Veränderungen abzulenken, die zur Reduzierung der Emissionen notwendig sind". Stattdessen würden Kosten und Risiken "auf die Bauern abgewälzt", monieren die Experten. (APA/AFP)


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