Verbindungsweg am Hochstein: „Habe vollstes Vertrauen in den Ausschuss“

Beim Verbindungsweg am Hochstein müsse der TVB Spielregeln einhalten, sagt die Lienzer Bürgermeisterin Blanik. „Das gilt für alle anderen auch.“

  • Artikel
  • Diskussion

Von Christoph Blassnig

Lienz – Gerlinde Kieberl, die Umweltausschuss-Obfrau des Lienzer Gemeinderates, habe ihr vollstes Vertrauen, was das Verfahren für den geplanten Verbindungsweg von der Schlossbergstraße zur Talstation der Schlossbergbahn angeht, sagt Bürgermeisterin Elisabeth Blanik. „Die Stadtverwaltung verlangt auch in diesem Fall lediglich, den üblichen Amtsweg einzuhalten.“ Der Tourismusverband bzw. die Lienzer Bergbahnen hätten zuvor bei den Mountainbike-Trails jeweils beschlussfähige Projekte eingereicht. Der Mobilitätsausschuss oder der Umweltausschuss würden üblicherweise mit solchen Projekten befasst.

„Der Verfahrensweg ist für alle Interessenten gleich: Der Ausschuss sichtet ein vorgelegtes Vorhaben, berät die Machbarkeit, wägt Risiken ab und leitet seine Einschätzung zur Entscheidung darüber an den Stadtrat weiter“, erläutert Blanik. „Erst, wenn eine finanzielle Grenze von 30.000 Euro überschritten wird oder es sich um wesentliche Eingriffe in das Eigentumsrecht handelt, geben unsere Juristen die Entscheidung an den Gemeinderat weiter.“ Diese Spielregeln würden für alle gelten und seien keine Benachteiligung Einzelner.

Gerlinde Kieberl hatte sich im November mit dem Verdacht an die Medien gewandt, dass Franz Theurl beim Verbindungsweg wohl beabsichtige, zuerst Tatsachen zu schaffen und erst danach die Zustimmung der betroffenen Grundeigentümer oder Anrainer einzuholen. Denn erst am 7. Oktober, also zwei Monate nach der Projekteinreichung bei der Bezirkshauptmannschaft, habe sich herausgestellt, dass die Stadtgemeinde als Besitzerin der Waldparzelle GST 492 KG Patriasdorf den Bauwerbern weder zur Benützung noch zur Teilrodung dieses Grundstückes ihre Zustimmung erteilt hatte. Weiters liege auch für die öffentliche Wegparzelle GST 790 KG Patriasdorf, also für die Schlossbergstraße, keine Gestattung zur Querung vor. Kieberl befürchtet, dass wegen der Frequenzsteigerung dort eine Unterführung unausweichlich ist.


Kommentieren


Schlagworte