14 Tage Quarantäne: Schärfere Regeln wegen Omikron auch in Tirol

Wegen der ansteckenderen Corona-Mutante werden jetzt die Quarantäneregeln verschärft. In Tirol gab es bisher sechs Fälle, die auf die Mutante zurückzuführen sind. Eine Infizierte ist noch aktiv positiv.

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Die neue Corona-Mutante Omikron hängt wie ein Damoklesschwert über Österreich und den kommenden Wintermonaten.
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Innsbruck – Experten machen sich angesichts der Omikron-Ausbreitung u. a. in Großbritannien, Dänemark und in Südafrika keine Illusionen: So rechnet der Molekularbiologe Andreas Bergthaler bereits in den nächsten Wochen mit einer Dominanz der deutlich ansteckenderen Corona-Variante in Österreich. „Ich glaube, es ist wahrscheinlich, wenn das alles auch bei uns so eintritt, nur eine Frage von wenigen Wochen – Ende Dezember, Anfang Jänner –, dass wir es hier vor allem mit Omikron zu tun haben.“

In Tirol gab es bisher sechs Corona-Infektionen mit der neuen Mutante. Fünf sind bereits genesen, eine Betroffene ist noch aktiv positiv. Aufgrund der Erfahrungen aus der Kontaktnachverfolgung geht man in Tirol ebenfalls davon aus, dass eine wesentlich höhere Ansteckungsgefahr besteht. Deshalb werden die vom Gesundheitsministerium empfohlenen deutlich strengeren Regeln bei der Quarantäne von engen Kontaktpersonen in Tirol angewendet.

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) will heute mit Experten über den aktuellen Stand rund um die Virusvariante informieren. Möglicherweise auch über verschärfte Corona-Maßnahmen.

Die Dauer der Quarantäne hat bisher zehn Tage betragen, nach dem fünften Tag konnte man sich jedoch freitesten. Das entfällt bei Omikron. Die Quarantäne gilt für Kontaktpersonen jetzt ausnahmslos für vierzehn Tage, ohne die Möglichkeit, diese mit einem negativen PCR-Test zu verkürzen.

Auch macht es keinen Unterschied, ob man geimpft oder genesen ist. Mit diesem verschärften Quarantäne-Regime will man die Ausbreitung hinauszögern. (pn)


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