Jenbachs Begegnungszone erntet Kritik

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Jenbach – Jenbachs neue Begegnungszone sorge für Verwunderung und Angst vor Sicherheitsrisiken bei vielen Bürgern, teilt die Liste Fritz mit. Sie hat sich daher mit einem Fragenkatalog an die Landesräte Felipe, Geisler und Tratter gewandt, da das Straßenbauprojekt in der unteren Achenseestraße mit Landesgeldern gefördert wurde. „Wir wollen wissen, ob die Steuergelder zweckmäßig und sinnvoll eingesetzt wurden“, erklärt Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider. Die Straße gleiche einer „Buckelpiste“, sagt sie nach einem Lokalaugenschein und stelle daher für ältere Menschen ein Sicherheitsrisiko dar. Bürger fürchten zudem Probleme bei der Schneeräumung und Gefahr von Überschwemmungen bei Starkregen. Zudem werde mangels Begrünung die „Steinwüste zur Gluthölle“ im Sommer werden. Die Präsentationstafel des Projekts mit ebenen Flächen, Bäumen und Bänken weiche von dem, was aus der Straße tatsächlich geworden ist, extrem ab.

Jenbachs Bürgermeister ist verwundert, dass ihn Haselwanter-Schneider nicht direkt kontaktiert habe. „Dann hätte ich einiges klären können“, meint er. Wallner verweist auf den Architektenbewerb, auf Fachplaner und Sachverständige, darunter den ehemaligen Präsidenten des Zivilinvalidenverbands, von dem es Lob für das realisierte Projekt gegeben habe. „Eine behindertengerechte Ausführung war Vorgabe. Die Gehsteige mit Kantsteinen erschwerten früher den Wechsel der Straßenseite“, sagt er. Man habe auch das Bodenniveau der Geschäfte auf die Straße hin verlängern müssen. Die Entwässerung in der Straßenmitte sei ein Grund für die schräge Straßenführung. Bänke und Pflanztröge würden im Frühling folgen, zudem habe man zwei Bäume gepflanzt. Parkplätze gibt es fast keine mehr, zehn Minuten halten dürfe man laut Wallner aber. (ad)

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