Statistik Austria: Corona-Krise traf Tirol am härtesten

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Das Bruttoregionalprodukt in Tirol ging 2020 um 10,2 Prozent zurück. Ausschlaggebend war das enorme Minus im Tourismus.
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Wien, Innsbruck – Laut Statistik Austria wurde Tirol von der Corona-Pandemie am schwersten getroffen. 2020 ging hierzulande das reale Bruttoregionalprodukt (BRP) um 10,2 Prozent zurück. Die Branche Beherbergung und Gastronomie ging 2020 gar um 38,1 Prozent zurück und ist damit für mehr als die Hälfte des Rückgangs des Tiroler Bruttoregionalprodukts verantwortlich. In ganz Österreich ging das reale BIP um 6,7 Prozent zurück. Auch die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse ging in Tirol überdurchschnittlich zurück und schrumpfte im Vorjahr um 3,2 Prozent. In Österreich gesamt nahmen die Beschäftigungsverhältnisse um 1,9 Prozent ab.

Wien kam mit einem BPR-Minus von 5,8 Prozent eher glimpflich davon. Zwar war der Rückgang im Tourismus mit 54,4 Prozent von allen Bundesländern am größten, die Bedeutung der Branche ist jedoch in der Hauptstadt nicht so groß. Niederösterreich und die Steiermark verzeichneten jeweils Rückgänge beim BRP um 7,1 Prozent. Oberösterreich hatte ein Minus von 5,9 Prozent. Am wenigsten hart traf es Kärnten. In dem Bundesland wurde ein Rückgang des BRP von 5,7 Prozent verzeichnet.

Beim verfügbaren Einkommen pro Kopf lag Niederösterreich mit 24.900 Euro an erster Stelle, gefolgt von Vorarlberg mit 24.800 Euro. Unter dem Österreichschnitt von 23.700 Euro lagen die Einkommen pro Kopf in der Steiermark (23.600 Euro), in Tirol (23.400 Euro), in Kärnten (23.200 Euro) und in Wien (22.200 Euro). (APA)


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