Biden will Kennedy-Tochter als US-Botschafterin in Australien

Unter der Regierung von Ex-Präsident Barack Obama war Caroline Kennedy von 2013 bis 2017 bereits Botschafterin in Japan gewesen. Die bevorstehende Nominierung der 64-Jährigen für die Stelle in Australien muss noch vom Senat bestätigt werden.

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Caroline Kennedy war bereits Botschafterin in Japan.
© KITAMURA / AFP

Washington – US-Präsident Joe Biden will eine Tochter des früheren Staatschefs John F. Kennedy für den Posten als Leiterin der amerikanischen Botschaft in Australien nominieren. Unter der Regierung von Ex-Präsident Barack Obama war Caroline Kennedy von 2013 bis 2017 bereits Botschafterin in Japan gewesen. Die bevorstehende Nominierung der 64-Jährigen für die Stelle in Australien muss noch vom Senat bestätigt werden. Das könnte mehrere Wochen oder sogar Monate dauern.

Der Präsident John F. Kennedy war am 22. November 1963 in Dallas bei einem Attentat erschossen worden. Die Tochter von Jacqueline Kennedy und dem als JFK bekannten demokratischen Präsidenten war zu dem Zeitpunkt gerade mal sechs Jahre alt. Von den drei lebendgeborenen Kindern des früheren Präsidentenpaars ist heute nur noch Caroline Kennedy am Leben. Ihr Bruder Patrick starb 1963 kurz nach seiner Geburt, ihr Bruder John Jr. beim Absturz seines Kleinflugzeuges 1999 im Alter von 39 Jahren.

Auch für Österreich hatte sich Biden für ein Mitglied des Kennedy-Clans entschieden, nämlich für Victoria Reggie Kennedy, eine Schwägerin des ermordeten US-Präsidenten. Wegen der Corona-Pandemie ist der Einsatzbeginn der Mitte November angelobten Botschafterin allerdings ungewiss. Die Anwältin Vicky Kennedy ist die zweite Ehefrau und Witwe von John F. Kennedys jüngstem Bruder, dem 2009 verstorbenen US-Senator Edward (Ted) Kennedy. Die beiden hatten allerdings erst 1992 geheiratet, 29 Jahre nach JFKs Tod.

Wie kaum eine andere Familie in der Geschichte der USA verkörpert der Kennedy-Clan Einfluss und Macht. Die Nachkommen des Geschäftsmannes und Diplomaten Joseph Kennedy (1888-1969) besetzten und besetzen als Demokraten ranghohe Ämter in Regierung und Parlamenten. (APA/dpa)


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