Die gute Geschichte: Vom Wechsel auf die andere Seite der Tür

Wer sich ehrenamtlich für die Haussammlung der Caritas engagiert, kann viel von Begegnungen mit anderen Menschen erzählen.

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Karoline Mungenast ist in Zams als Haussammlerin der Caritas unterwegs. Sie sieht das als Beitrag für die Allgemeinheit.
© Caritas/Bachmann

Zams – Die Haussammlung begleitet Karoline Mungenast aus Zams schon ihr Leben lang. Sie kann sich noch an die Besuche in ihrer Kindheit erinnern: „Es hat geläutet. Die Mama hat geöffnet, ein bisschen geratscht und gespendet. Das hat einfach dazugehört.“ Heute steht Karoline auf der anderen Seite der Tür. Als sie letztes Jahr gefragt wurde, ob sie sich vorstellen könne, für die Caritas sammeln zu gehen, hat sie sich dafür entschieden. Nun ist sie selbst eine von 1600 Haussammlerinnen und -sammlern in Tirol: „Ich besuche das Riedl rund um meinen Wohnort. Es ist fein, wenn du die Leute kennst.“ So erzählt sie zum Beispiel von einer Begegnung mit einer Nachbarin, die kein Bargeld im Haus hatte. Am nächsten Tag fand Karoline in ihrem Postkasten ein Kuvert mit einer Karte der Dame und der nachträglichen Spende. Karoline ist sich sicher: „So etwas passiert dir nur, wenn du die Leute kennst.“

Karoline ist berufstätig und arbeitet im Krankenhaus Zams als Radiologietechnologin. Die Hausbesuche macht sie in ihrer Freizeit: „Ich sehe das als Solidaritätsbeitrag und eine sinnvolle Möglichkeit, für die Allgemeinheit einen Beitrag zu leisten.“ Und es gibt auch einen praktischen Grund, warum sich Karoline für genau dieses freiwillige Engagement entschieden hat: „Ich wollte grundsätzlich gern etwas Ehrenamtliches machen. Die Haussammlung ist zeitlich begrenzt. Das kann ich mir am besten einteilen.“

Das sieht auch Dietmar Wolf so. Er leitet eine Caritas-Einrichtung in Zams und ist selbst Haussammler: „Ein Projekt mit einem Anfang und einem Ende ist für viele Freiwillige am besten umzusetzen.“ Er selbst ist auch Haussammler und hat dabei schon viel erlebt: „Es gibt interessante Diskussionen. Viele wollen genau wissen, was mit ihrer Spende passiert.“ Allen ist es wichtig, dass die Hilfe von Mensch zu Mensch dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird. (TT)

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