AK warnt vor hohen Kosten bei Handytarifen für Kinder

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Bei Angeboten für Kinder lauern laut AK die gleichen Kostenfallen wie bei Standard-Tarifen.
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Salzburg – Die Arbeiterkammer Salzburg (AK) hat die inzwischen häufig angebotenen Kinder-Handy-Tarife unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist aus Sicht der Konsumentenschützer „ernüchternd“. Kein Tarif erfülle die Erwartungen der Konsumentenschützer zu 100 %. „Leider mussten wir feststellen, dass alle Angebote potenzielle Kostenfallen beinhalten“, so die AK in einer Aussendung. Diese seien zwar kleiner als bei den üblichen Tarifen, aber dennoch vorhanden.

⮞ Die größte Kostenfalle ist noch immer das normale Telefongespräch. Steht nur eine begrenzte Anzahl an Freiminuten zur Verfügung, kann das Telefonieren teuer werden. Ebenso können Auslandstelefonate ins Geld gehen.

⮞ Kinder nutzen das Handy als multimediales Gerät und surfen im Internet oder konsumieren Serien und Filme. Schnell ist das verfügbare Datenvolumen verbraucht. Zusätzliche Datenmengen kosten dann viel Geld.

⮞ Es ist keine Seltenheit, dass beim Spielen oder Surfen ohne viel Nachdenken Abos aktiviert werden. Aber auch der Erwerb von kostenpflichtigen Downloads und In-App-Käufe können beim Anblick der Monatsrechnung zum bösen Erwachen führen.

⮞ Immer wieder kommt es vor, dass die Nutzung von Mehrwertnummern, kostenpflichtigen Servicehotlines und Erotikdiensten hohe Kosten verursacht.

⮞ Auch wenn SMS in Zeiten von WhatsApp und Co. eine immer geringere Rolle spielen, können Kinder, die dieses Service exzessiv mit Freunden nutzen, unabsichtlich hohe Kosten herbeiführen, wenn das Kontingent an Frei-SMS verbraucht wurde.

Solange Kindertarife ihrem Namen nicht gerecht werden, rät die AK zu einem Wertkartentarif. Dabei könne nicht mehr als das aufgeladene Guthaben verbraucht werden und die Tarife sind den Vertragstarifen oft sogar ebenbürtig. (TT)


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