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Tristacher Ortsanfang rückt nach Westen

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Die Ortstafel von Tristach wird um 25 Meter nach Westen versetzt. Dazu ist ein Grundtausch mit der Nachbargemeinde Lienz notwendig.
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Von Christoph Blassnig

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Lienz, Tristach – Der erste Eindruck hinterlässt einen bleibenden Eindruck – das gilt auch, wenn man einen Ortsanfang erreicht. Wohl auch deshalb erweitern Gemeinden ihre behördlich ausgeschilderten Ortseinfahrten gerne um zusätzliche Begrüßungstafeln.

Auch Tristach, im Südosten unmittelbare Nachbargemeinde von Lienz, möchte seine westliche Ortseinfahrt an der L 318 Lavanter Straße schmücken. Um den dafür notwendigen Platz zu gewinnen, ist die Gemeinde an die Stadtverwaltung mit der Bitte herangetreten, im Einvernehmen eine Änderung der Katastralgrenze durchführen zu lassen. Nach dem Stadtrat hat dazu auch der Lienzer Gemeinderat zuletzt einstimmig seine Zustimmung erteilt. Denn eine Ortstafel muss immer auf eigenem Grund und Boden installiert sein, das hatte die Bezirkshauptmannschaft im Verfahren klargestellt. Nächste Woche gibt es noch einmal einen Termin mit dem Vermessungsamt, bevor die Änderungen auch ins Grundbuch übernommen werden können.

Ein heimisches Vermessungsbüro hat einen entsprechenden Teilungsvorschlag ausgearbeitet. Die beiden Nachbarn tauschen zwei sehr spitze Dreiecksflächen im Ausmaß von jeweils 14 Quadratmetern. In der Folge kann die Ortseinfahrt von Tristach auf eigenem Grund um etwa 25 Meter weiter nach Westen versetzt werden. Von einer finanziellen Auseinandersetzung sehen die beiden Vertragspartner ab.

„Wir möchten für unsere Besucher ein schönes Eingangsportal aufstellen“, legt der Tristacher Bürgermeister Markus Einhauer die Beweggründe für den Flächentausch offen. Anders, als es die baulichen Gegebenheiten vor Ort vermuten lassen würden, verlaufe die Grundstücksgrenze in der digitalen Katastermappe „ungewöhnlich“, das werde zum Teil an den Bestand angepasst. Die Katastralgrenze reicht nämlich an dieser Stelle bis in die Mitte der Lavanter Straße und biegt mitten in der Kreuzung mit dem Rauchkofelweg in Richtung Norden ab. „Das dürfte historische Gründe haben“, meint Einhauer.

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Der inzwischen 94-jährige Künstler Jos Pirkner, der in unmittelbarer Nachbarschaft lebt und arbeitet, liefert ein Bronzerelief für das neue Tristacher Begrüßungsportal. Dieses zeigt das Wappen der Gemeinde, einen liegenden, nach links gewendeten Löwen, der eine Sense hält. Das Wappen erinnert an das Tristacher Geschlecht der Herren von Ehrenberg, deren Burg schon im 13. Jh. verfallen ist.


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