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Akademie St. Blasius: Wunderbare Klänge der Hoffnung

Das heurige Weihnachtsprogramm der Akademie St. Blasius widmet sich Werken Johann Zachs.

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Die Akademie St. Blasius mit Karlheinz Siessl am Pult.
© Hauser

Innsbruck – Das Orchester und der Chor der Akademie St. Blasius unter der Gesamtleitung von Karlheinz Siessl verfügen nicht nur über einen versierten Blick auf die zeitgenössische Musik, sie sind Spezialisten für Raritäten mit Tirolbezug. In Zusammenarbeit mit Franz Gratl, dem Kustos der Musiksammlung der Landesmuseen, wird die Tiroler Musikgeschichte „durchforstet“ und für verschiedenste Anlässe ein tirolspezifisches Konzertprogramm zusammengestellt, das auf CD eingespielt wird.

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Gleich viermal wurde das traditionelle Tiroler Weihnachtskonzert am Wochenende in Innsbruck und Südtirol aufgeführt. Gewidmet war es dem 1713 in Dehtáry bei Brandýs an der Elbe (Nordostböhmen) geborenen Johann (Jan) Zach, der in der Tiroler Musiklandschaft des 18. Jahrhunderts markante Spuren hinterlassen hat. Seine Werke sind vor allem im Zisterzienserstift Stams, aber auch im Prämonstratenser-Chorherrenstift Wilten, Augustiner-Chorherrenstift Neustift, Franziskanerkloster Bozen, Benediktinerstift Marienberg und im historischen Bestand der Stadtpfarrkirche Schwaz erhalten geblieben.

Im Mittelpunkt der Weihnachtskonzerte stand Zachs Weihnachtsmesse „Missa pastorella“ für vier Singstimmen, Streicher, zwei Trompeten und Orgel, die „Partita pastorale“ für Orchester, der Weihnachtshymnus „Christe, redemptor omnium“ sowie die Pastorella „Eja pastorculi“. Und weil Weihnachten ohne „Stille Nacht, Heilige Nacht“ nun wirklich undenkbar ist, erklang selbiges in einer Fassung der Geschwister Strasser aus Laimach im Zillertal.

Einer bestens abgestimmten Chorgemeinschaft und einem feinfühlig agierenden Orchester verliehen die ausgewogenen, sich klangfarblich wunderbar ergänzenden Stimmen der Solisten Stefanie Steger (Sopran), Katrin Auzinger (Alt), Johannes Puchleitner (Tenor) und Stefan Zenkl (Bass) vokalen Glanz. Zumindest für eineinhalb Stunden waren Gedanken an Corona verflogen und man gab sich der Hoffnung auf ein normales Leben hin. (hau)


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