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Freitesten nach fünf Tagen: Quarantäne bei Omikron entschärft

Enge Kontaktpersonen von Infizierten mit Omikron können sich nach fünf Tagen freitesten. Weiter Kritik an Regierungsmanagement.

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Symbolbild.
© CHRISTIAN OHDE via www.imago-images.de

Innsbruck – Die Sorge wegen der Omikron-Variante des Coronavirus beherrscht derzeit das Krisenmanagement der Bundesregierung. Nach den verschärften Einreisebestimmungen hat das Gesundheitsministerium gestern jedoch die Quarantäneregelungen von engen Kontaktpersonen bei Omikron-Verdachtsfällen entschärft.

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Zuletzt wurde heftige Kritik an der generellen 14-tägigen Quarantäne für geimpfte und genesene Personen geübt. Die Ärztekammer sprach sich für Ausnahmen für Geboosterte aus, die bereits den 3. Stich erhalten haben. Diese wird es nicht geben, weil laut Ministerium erste Studien zeigen würden, dass auch Geimpfte/Genesene mit Omikron infiziert werden können. Deswegen sei eine Herabstufung auf Kontaktpersonen der Kategorie 2 nicht gerechtfertigt.

Allerdings können sich die K1-Personen jetzt nach fünf Tagen Quarantäne freitesten. Ansonsten beträgt die Quarantänedauer zehn Tage. Begründet wird dies damit, dass es derzeit keine Evidenz für eine verlängerte Inkubationszeit der Omikron-Variante im Vergleich zu Delta gibt. Daher sei die Freitestung am Tag 5 ebenso wie bei der Delta-Variante gerechtfertigt.

Platter informiert Parteien

Österreichweit gibt es rund 80 Omikron-Fälle, neun davon in Tirol. Am Samstag wurden zwei Reiserückkehrer aus Großbritannien positiv darauf getestet. In Tirol will Landeshauptmann Günther Platter (VP) die Klubobleute aller sechs im Landtag vertretenen Parteien über die aktuelle Situation vor Beginn der Weihnachtsferien informieren.

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Der rückläufige Trend bei den Neuinfektionen hält an, auch in den Spitälern entspannt sich die Lage ein wenig. 179 Corona-Erkrankte benötigen eine stationäre Versorgung, 58 davon eine intensivmedizinische. In der Vorwoche waren es bereits mehr als 70 Patienten.

Kritik gibt es nach wie vor an den „überfallsartigen Entscheidungen“ des Bundes. Freitagabend wurden etwa strengere Einreiseregelungen bekannt gegeben. Für Wirtschaftskammerpräsident Christoph Walser fehlt einfach die Abstimmung. „Die Verschärfung ist in Ordnung, denn Sicherheit geht vor. Das wollen wir allen unseren Gästen bieten und wir stellen uns den Herausforderungen.“ Doch aus seiner Sicht wäre es wünschenswert, „wenn uns der Bund einbindet und es mehr Vorlaufzeit dafür geben könnte“. (pn)


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