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Reutte will ungebremsten Wohnanlagenbau einfangen

Bei Wohnbaugipfel im Jänner soll Klartext geredet werden.

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Im vergangenen Jahrzehnt ist ein vollkommen anderes Reutte entstanden.
© Mittermayr

Reutte – Im vergangenen Jahrzehnt ist in Reutte für Wohnbauträger eine Goldgräberstimmung entstanden. Der Außerferner Bezirkshauptort war noch eine Art weißer Fleck auf der Landkarte der Immobilienentwickler. Während im Inntal längst der verfügbare Boden ausgegangen war, konnte in Reutte noch nach Herzenslust gebaut werden. Die Zahl der offiziell Wohnungssuchenden bei der Gemeinde blieb trotz Bauboom konstant über 200 – für die Politik in der Ära Alt-BM Oberers quasi der Auftrag, den Wohnbauträgern unterstützend zur Hand zu gehen. Man freute sich im Gemeindeamt über das Wachstum der Bevölkerung. Trotzdem wurde aus genau dieser Bevölkerung immer öfter Unmut über die ungebremste Entwicklung laut. Überall würden gesichtslose Blöcke ohne jeglichen ästhetischen Anspruch wuchern, bekrittelte etwa eine Bürgerinitiative. Auch die oppositionelle ÖVP brachte schon 2017 Stellungnahmen ein, die einen Kurswechsel forderten.


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