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Die gute Geschichte: Das Haus inmitten des Dorfes

Ob pflegende Angehörige, Eltern oder Menschen mit Behinderung: Im Caritas-Zentrum Zillertal in Uderns werden Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen unterstützt.

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Die Leiterin des Caritas-Zentrums Barbara Kainzner-Abendstein im Gespräch mit Besucher Andreas.
© Karin Bachmann

Uderns – Im Caritas-Zentrum Zillertal in Uderns gehen täglich viele ein und aus: Kindergartenkinder, Menschen mit Behinderung, welche die Tagesstätte besuchen, Leute, die das Angebot des Eltern-Kind-Zentrums annehmen, pflegende Angehörige, die an Gruppentreffen teilnehmen. Das Haus hat für alle Altersgruppen und jede Lebenslage etwas zu bieten. „Gerade in einer ländlichen Region wie dem Zillertal leistet eine solche soziale Einrichtung einen wesentlichen Beitrag für ein gelingendes Miteinander“, sagt die Leiterin des Zentrums, Barbara Kainzner-Abendstein. „Wir sind soziale Botschafter für das ganze Tal und Solidaritätsstifter.“

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Begonnen hat alles mit der Elterninitiative Sonnenschein und ihrem Unterstützer Pfarrer Erwin Gerst. Sie wollten in den 1990er-Jahren einen Ort etablieren, an dem Kinder mit Behinderung tagsüber betreut werden. Gemeinsam mit der Caritas wurde 1997 ein Haus für Menschen mit Behinderung gebaut. Die meisten der heutigen Tagesstättenbesucher sind seit der Eröffnung des Caritas-Zentrums Zillertal dabei. Damals waren sie Kinder und Jugendliche, mittlerweile sind sie Erwachsene. „Menschen mit Behinderung finden hier einen Ort, an dem sie Gemeinschaft erleben“, berichtet Kainzner-Abendstein. „Sie werden in ihrer selbstständigen Lebensgestaltung, in ihrem Sein unterstützt und begleitet.“

Ebenso beherbergt das Haus einen integrativen Kindergarten. „Es gibt viel Raum und Zeit für jeden Einzelnen. So können wir Talente und Persönlichkeiten individuell fördern“, meint die Leiterin. Platz für Kreativität, Spiel, Erlebnisse in der Natur, Musik und Bewegung – für alles wird gesorgt. Der Caritas-Kindergarten ist ein Ort der Vielfalt, bei dem das soziale Lernen im Mittelpunkt steht. „Wir sind überzeugt davon, dass Kinder von Beginn an Toleranz und Vielfalt erleben sollen, um Teil einer offenen Gesellschaft zu sein. Diese Erfahrung begleitet die Kinder auch durch ihr weiteres Leben. Es ist für sie selbstverständlich, dass alle Menschen verschieden sind.“

Auch in der Tagesstätte spielt die Förderung persönlicher Talente eine wesentliche Rolle. Die Besucher und Besucherinnen machen vieles selbst: Sie kochen, waschen, kümmern sich um den Caritas-Garten. Es wird gemalt, genäht und entworfen. Die Ergebnisse reichen von Dinkelkissen bis hin zu selbstgemachten Kerzen. Wichtig sind auch die Bewegung im Freien und das Unterwegs-Sein im Dorf. Einige der Tagesstätten-Besucher können durch Praktikumsangebote auch Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln.

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Als Treffpunkt dient das Zentrum auch für viele Eltern und solche, die es bald werden. Sie tauschen sich in Gruppen aus oder kommen zu Vorträgen und Kursen zusammen. Rat und Hilfe erfahren Menschen in finanziellen Notlagen, sie können sich vertraulich und kostenlos an die Sozialberatung vor Ort wenden. Pflegende Angehörige finden in der Beratungsstelle mit Demenz-Schwerpunkt eine Anlaufstelle. Es gibt regelmäßige Gesprächsrunden zum Austausch sowie einen ehrenamtlichen Besuchsdienst.

Im Caritas-Zentrum Zillertal finden Menschen in unterschiedlichsten Situationen Unterstützung und Begleitung. Das Engagement der vielen Mitarbeiter und Freiwilligen wirkt über die Mauern des Hauses hinaus – mitten ins Dorf, das gesamte Tal und in die Gesellschaft hinein. (TT)


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