Ungeimpftes Tiroler Ski-Ass Gritsch: „Olympia ist weit weg“

Trotz der Impf-Causa ist Olympia für Tirols Ski-Ass Franziska Gritsch ein Thema. Liensberger und Mitter vor Courchevel (10/TT.com-Live-Ticker) positiv.

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Mit fehlender Impfung hatte Franziska Gritsch Ende November für Aufsehen gesorgt, heute startet die Ötztalerin im Courchevel-Riesentorlauf.
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Von Roman Stelzl

Courchevel – Mit der Mitteilung, nicht geimpft zu sein, hatte Franziska Gritsch Ende November für viel Aufregung gesorgt – nun kehrt die Tiroler Skirennläuferin heute (10/13 Uhr, live TT.com-Ticker) im ersten Riesentorlauf von Courchevel (FRA) zurück. Zum Thema Impfung habe die 24-jährige Ötztalerin alles mit ihrem Social-Media-Eintrag gesagt, doch die Olympischen Spiele in Peking (CHN/4.–20.2.) sind deshalb noch nicht ganz vom Tisch. Die US-Rennen in Killington hatte Gritsch wegen der fehlenden Immunisierung zur Einreise verpasst.

„Wir werden sehen, wie sich die Dinge entwickeln. Ich bin eine Rennläuferin, die sich auf die nächsten Rennen konzentriert. Olympia ist noch weit weg“, meinte die zweifache Weltcup-Podestfahrerin. Ohne Impfung soll eine Teilnahme an den Winterspielen ja nicht möglich sein, China schreibt zumindest eine dreiwöchige Quarantäne im Vorfeld vor.

Die vielen Reaktionen mit Lob und Kritik nach ihrer Entscheidung hatte Gritsch die letzten Wochen nicht verfolgt: „Ich war im Rennmodus und am Trainieren, da war mein Fokus ein anderer, als zu schauen, was die Leute auf Instagram schreiben. Ich muss mich auf mich und mein Skifahren konzentrieren.“

Die weltcupfreie Zeit konnte sie sehr gut für Training und Europacup-Rennen verwenden. „Das hat mir sicher etwas gebracht, dass ich im Renn-Rhythmus geblieben bin. Jetzt will ich mich auf die Technik-Rennen fokussieren und in Courchevel richtig angasen.“

Nicht mit dabei im WM-Ort von 2023 ist indes ÖSV-Star Katharina Liensberger. Die Doppel-Weltmeisterin gab in Österreich einen positiven Corona-Test ab und wird nun beide Riesentorläufe (heute und morgen) verpassen und sich auf Lienz (28./29.12.) konzentrieren.

Dort ist auch wieder ÖSV-Rennsportleiter Christian Mitter dabei. Der Steirer war in Val d’Isère (FRA) positiv getestet worden, konnte aber alleine nach Österreich zurückreisen. Der Grund: Die Tests wurden zwar in Frankreich abgenommen, aber per Auto von heimreisenden Fahrern ins Labor gebracht. Daher gelten auch die österreichischen Covid-19-Bestimmungen.

Sportlich gesehen will allen voran die Tuxerin Stephanie Brunner ihre gute Form in Courchevel mit starken Resultaten untermauern.


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