Die Gülen-Sekte und ihre „Lichthäuser“ in Tirol

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Prediger Fethullah Gülen lebt im Exil.
© Rinke/Reuters Andreas

Wien – Die „Dokumentationsstelle politischer Islam“ hat nun auch einen Grundlagenbericht zur Gülen-Bewegung vorgelegt. Deren Gründer, Fethullah Gülen, lebt seit Jahrzehnten im Exil in den USA – und ist im Clinch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Der Staatschef macht Gülen für den Putschversuch 2016 in der Türkei verantwortlich und geht seitdem gegen Anhänger der Sekte vor. Zuvor war Gülen jahrelang Verbündeter von Erdogan und seiner AKP-Partei. Ein Machtkampf ging zugunsten der AKP aus.

Die Gülen-Bewegung propagiert nach außen eine tolerante Form des Islam. In ihren Bildungseinrichtungen, den so genannten Lichthäusern, erfolgt die eigentliche islamistische Indoktrination – „unter weitaus autoritären Rahmenbedingungen“ werden „junge Kader“ herangezogen, wie es im Grundlagenpapier heißt. Demnach können der Bewegung nahestehende Nachhilfeeinrichtungen hierzulande vor allem in Tirol, Vorarlberg und Oberösterreich ausgemacht werden, in Wien gibt es zudem eine Privatschule. Die Gülen-Sekte besteht aus einem weitverzweigten, intransparenten, hierarchisch streng strukturierten globalen Netzwerk. (sas)

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