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Untreue und schwerer Betrug: Tiroler Bankbeamte verbüßt Haftjahre

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Ein weiterer Prozesstag am Landesgericht wegen Untreue und schweren Betruges besiegelte nun endgültig das Schicksal einer langjährigen Bankbeamtin. Über 20 Jahre hatte die 45-jährige bei einem renommierten Bankinstitut gearbeitet und sich bis in die Privatkundenabteilung hochgearbeitet. Ganz oben wurde der ehrgeizigen Angestellten die Luft aber zu dünn. So bediente die 45-Jährige Stammkunden mit schwindelerregenden Zinsen, allfällige Verluste waren mit Baranweisungen ausgeglichen worden. Im Gegenzug war es von Konten älterer oder weit entfernter Kunden zu Barauszahlungen gekommen – an deren Beauftragung sich allerdings niemand so recht erinnern konnte. Schaden: 1,012 Mio. Euro. Zu einer bereits im März ergangenen Haftstrafe von viereinhalb Jahren für 26 Fakten wurden nun noch zwei solcher Fälle verhandelt. Ohne größeres Ergebnis, da einer der Geschädigten kaum mehr aussagefähig war und es sich bei einer anderen Kontobesitzerin um eine betagte Seniorin mit Wohnsitz in den USA handelte. Verteidiger Thomas Praxmarer erschien die Mandantin allerdings schon gestraft genug. So erging eine letzte Verurteilung ohne zusätzlichen Strafausspruch. 776.000 Euro gehen an die Republik zurück. (fell)

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