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Ziegen mit Pistenraupe im Rofangebirge gerettet

Die ausgebüxten Ziegen im Rofangebirge konnten auf kuriose Art ins Tal gebracht werden.

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Drei Ziegen (r.), die über den Sommer auf 1600 Metern verwildert waren, sind wieder zurück im Stall.
© privat

Von Jasmine Hrdina

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Kramsach, Wiesing – Sie freuen sich „määächtig“, wieder vereint zu sein. Jene drei Ziegen, die seit Wochen im schneereichen Rofangebirge bei Kramsach/Wiesing umherirrten, kuscheln sich an ihre Artgenossin im Radfelder Stall. „Sie sind alle wohlauf“, freut sich der Tierhalter, der, wie berichtet, seit November vergeblich versucht hatte, die Ausreißer mit Futter in den Stall auf 1600 Metern Höhe zu locken.

Der Schnee machte es mittlerweile unmöglich, mit einem Fahrzeug vorzurücken, um Futter zu bringen. Das glückliche Ende ihrer bedrohlichen „verlängerten Sommerfrische“ haben die drei Ziegen einem aufmerksamen Skitourengeher zu verdanken. Der Sportler war wie so oft am Donnerstag nahe der Bayreuther Hütte unterwegs. Vom Schicksal der Tiere hatte er über den TT-Bericht erfahren – und hielt daher Nachschau. „Andere Tourengeher haben mir berichtet, die Glocken der Ziegen im Gebiet gehört zu haben.“ Eine der Geißen hatte es sich bereits im Almstall bequem gemacht, „nur dadurch ist es mir gelungen, auch die anderen hineinzujagen. Die waren verstört, weil sie keine Menschen mehr gewohnt sind. Sie waren den ganzen Sommer über in der Wildnis.“ Er fütterte sie noch mit Heu, schloss das Gatter und informierte über Bekannte den Halter.

Aber wie sollte man die temperamentvollen Ziegen über den Schnee zur nächsten mit einem Auto erreichbaren Stelle befördern? Für den Tiroler lag diese Idee nahe: So rückte tags darauf ein „Bergungsteam“ mit Schneemobil und Pistenraupe an, um die Ziegen von der Alm in einen Anhänger zu befördern.

Erleichterung im Tal: Die Heimkehrer sind gesund, bestätigt der Tierarzt. Ob die vier im Sommer wieder auf die Alm dürfen? „Schauen wir mal“, sagt der Halter. Er dürfte seine Lehren daraus ziehen – per Gesetz muss er sich darum kümmern, die Tiere rechtzeitig einzufangen.


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