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Die gute Geschichte: Zwei Brunnen in Afrika aus Tiroler Schnee

Dank einer Aktion der Arlberg-Skirennen haben Menschen in Mali nun Zugang zu frischem Wasser.

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Für die Bewohner der entlegenen Region Sadiola in Westafrika bringen die Brunnen auch ein Stück wirtschaftliche Unabhängigkeit.
© Caritas Mali

St. Anton a. A. – Was hat St. Anton am Arlberg mit Sadiola in Westafrika zu tun? In dieser entlegenen Region in Mali gibt es nämlich einen Brunnen, neben dem ein Schild mit dem markanten Schriftzug „St. Anton am Arlberg“ steht. Der Brunnen versorgt Bewohner mit Trinkwasser. Auch Felder können bewässert werden.

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Doch warum steht dort ein Schild mit dem Logo des bekannten Wintersportortes? In St. Anton geht Mitte Jänner traditionell das Arlberg-Kandahar-Rennen über die Bühne. Normalerweise ist dieses Skirennen nicht nur für die beteiligten Athletinnen eine große Sache, sondern auch für das Publikum. 2021 war jedoch auch in St. Anton alles anders: Live-Publikum gab es Covid-bedingt keines. Dafür aber 300 Schneemänner. Diese waren von rund 100 Kindern der Gemeinde St. Anton gebaut worden und standen im Zielraum. Sie waren das symbolische Publikum und dienten der Motivation der Skifahrerinnen. Das echte Publikum konnte die Rennen nur vor dem Fernseher verfolgen.

„Unsere Idee dahinter waren Patenschaften für die Schneemänner. Statt live dabei zu sein, konnte unser Publikum für einen guten Zweck spenden“, sagt Peter Mall, OK-Chef der Arlberg-Kandahar-Rennen. Im Jänner letzten Jahres begab er sich auf die Suche nach passenden Partnern, bei dem er das gesammelte Geld in guten Händen wusste. So stieß Mall auf die Auslandshilfe der Caritas. Nach mehreren Gesprächen entschied man sich, die Spenden in Brunnenbauprojekte der Caritas Tirol in Mali fließen zu lassen.

Inzwischen ist fast ein Jahr verstrichen und die Spendenaktion abgeschlossen. Niemand konnte ahnen, wie viel dabei zusammenkommen würde: Mit dem Spendenvolumen wurden zwei Brunnen finanziert. Die Initiative ermöglicht die Versorgung von 8300 Personen. Diese Brunnen sorgen nicht nur für eine zentrale Wasserversorgung, sondern auch für die Bewässerungsmöglichkeit für Gemüsefelder. Für viele Menschen in Sadiola bedeutet das nicht nur die Versorgung mit frischen, gesunden Lebensmitteln, sondern auch ein Stück wirtschaftliche Unabhängigkeit. (TT)

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