Als Nachfolger von Stöger: „Stani“ ist in Ungarn zurück im Geschäft

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Einer wie er duldet keine halben Sachen – Stanislaw Tschertschessow schlägt seine Zelte jetzt bei Ferencvaros Budapest auf.
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So richtig hat Ex-Wacker-Trainer Stani Tschertschessow, der nach der EM als russischer Langzeit-Teamchef seinen Posten räumen musste, die (Zwangs-)Pause dann wahrscheinlich auch nicht geschmeckt. Der „russische Bär“ heuerte jetzt kurz vor Weihnachten als Nachfolger des kürzlich beurlaubten Peter Stöger als neuer Cheftrainer beim ungarischen Meister Ferencvaros Budapest an. In der Endausscheidung soll er gegenüber Ex-Hertha-Coach Pal Dardai die Oberhand behalten haben. Er unterschrieb für zweieinhalb Jahre.

Tschertschessow, der nach dem Viertelfinal-Einzug bei der Heim-WM 2018 in Russland Kultstatus genoss, muss sich bei Ferencvaros vorerst mit dem nationalen Titelrennen begnügen, nachdem die Ungarn in der Europa League als Gruppenletzter ausgeschieden sind.

„Ich freue mich auf eine spannende Aufgabe, es ist dann sehr schnell gegangen“, notierte der 58-Jährige, der in den letzten Wochen und Monaten auch einige Anfragen von Nationalmannschaften hatte. Das kommentierte der „Stani“ aber gewohnt trocken: „Es gibt einen großen Unterschied zwischen Interesse und einem Angebot, das man dann hat, wenn man mit dem Präsidenten und Sportdirektor an einem Tisch sitzt.“

Die freie Zeit nutzte Tschertschessow zuletzt, um Luft zu holen: „Man steht als Teamtrainer ja permanent unter Strom, hat Druck und Stress. So gesehen war die Pause nicht schlecht und ich habe meine Hausaufgaben dabei gemacht.“ Eine davon war auch familiärer Natur: Stanislaw senior brachte Mitte Dezember Stanislaw junior bei der Hochzeit unter die Haube, als „Sputnik“-Geimpfter (in Österreich nicht zugelassen) hat er sein Domizil in Rinn schon länger nicht mehr gesehen. Vorerst tanzen ab Anfang Jänner aber ohnehin die Ferencvaros-Kicker in Ungarn nach seiner Pfeife. (lex)

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