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Radioaktives Radon: Die unsichtbare Gefahr aus der Erde

Wenn Nichtraucher an Lungenkrebs erkranken, ist die Verwunderung oft groß und kaum jemand vermutet das radioaktive Gas Radon dahinter. Es dringt durch Risse in Gebäude ein.

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Radon tritt häufig durch Risse in Gebäude ein.
© Brina Blum/Unsplash

Von Matthias Christler

Innsbruck, Wien – Etwa 300.000 Menschen in Österreich leben in einem Haushalt, der – grob ausgedrückt – verseucht ist. Sie wissen vermutlich von der erhöhten Radon-Konzentration nicht einmal. Genauso wenig wissen sie, dass Radon ein unsichtbares, geruchloses radioaktives Gas ist, das neben Rauchen als zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs gilt. 85 Prozent der Erkrankungen werden auf Zigaretten zurückgeführt, zehn Prozent auf Radon. Wie (un-)bekannt das im Erdreich natürlich vorkommende Edelgas in Österreich ist, wollte die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) herausfinden. Ihr Risikobarometer 2021 ergab, dass acht von zehn Befragten angaben, nichts oder wenig von Radon zu wissen.


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