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Petition an die Politik: „Wir geben die gute Energie weiter“

Die Initiatoren des hiesigen „YesWeCare“ haben Wünsche an Politiker – in Form einer Petition.

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Tausende Menschen gedachten friedlich in der Wiener Innenstadt – auch als Kontrapunkt zu den von der FPÖ forcierten Demos.
© APA/Punz

Von Karin Leitner

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Wien – Einen Lichterkranz auf dem Wiener Ring hat es vergangenen Sonntag gegeben. Fast 40.000 Menschen gedachten still der an oder mit Covid Verstorbenen – und dankten jenen, die im Gesundheitsbereich werken. Österreichweit stellten Leute Kerzen auf Festerbretter.

Petition mit Wünschen an Politik

Initiiert hatten die Aktion unter dem Motto „YesWeCare“ der Innsbrucker Roman Scamoni und der Wiener Daniel Landau. Nun gibt es „eine Art Abschluss“, wie die beiden sagen. Eine Petition – der TT liegt sie vor – haben sie erstellt. Mit „Wünsche an die Politik“ ist sie betitelt. Nicht nur an die Regierenden, ÖVP und Grüne, richten sie Scamoni und Landau; auch an die Oppositionellen appellieren sie, die Anliegen zu unterstützen. „Wir geben die gute Energie an Politiker weiter. Von diesen sollte es nun Taten geben“, befindet Landau.

Zum Pandemie-Management heißt es in der Petition: Dieses sei „unabhängig von der Politik aufgrund von wissenschaftlicher Evidenz“ zu koordinieren. „Maßnahmen müssen rechtzeitig getroffen und transparent kommuniziert werden.“

Arbeitsbedingungen in der Pflege

Zur Causa Pflege ist vermerkt: In den vergangenen beiden Jahren hätten sich die Arbeitsbedingungen für Menschen in der Pflege – vor allem die Situation auf den Covid-Stationen und den Intensivstationen – enorm verschlechtert. „Strukturelle Probleme in der Pflege müssen endlich angegangen werden. Die Pflege braucht finanzielle Mittel, um die immer größeren Herausforderungen zu bestehen.“ Anerkennung dürfe es „nicht nur in Form von Applaus und Kerzenanzünden“ geben.

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Und was Bildung anlangt: Da Kinder und Jugendliche ob der Krise besonders leiden, müsse „gerade da für Investitionen ,Koste es, was es wolle‘ gelten“. Viel mehr Plätze in der Kinder- und Jugendpsychiatrie als derzeit seien nötig, „ein mit entsprechenden finanziellen Mitteln ausgestatteter ,Masterplan‘“ sei gefragt, „um auch Kinder aus finanzschwachen Familien besser und gezielt fördern zu können“. Vom Kindergarten bis in die Schulen: „Zusätzliches Unterstützungspersonal sowie kleinere Gruppen und Klassen sind mögliche Antworten auf die stark wachsenden Ansprüche an Bildungsinstitutionen.“

Punkto Wirtschaft begehren die „YesWeCare“-Protagonisten, Förderungen „rasch und gezielt“ auszuzahlen. „Der Fokus muss vor allem auf KMUs, freischaffende Künstler bzw. Betriebe im Kunst- und Kulturbereich gerichtet werden.“

Verbale Abrüstung

Gemünzt auf die „Polarisierung in der Gesellschaft“ rufen Scamoni und Landau einmal mehr dazu auf, verbal „abzurüsten“.

Die Politik habe „hier eine Vorbildfunktion“. Auch wenn der Diskurs in der Sache kontroversiell und hart geführt werden könne und müsse, so sei „gerade auf dieser Ebene eine neue Gesprächskultur“ vonnöten, „um das Vertrauen in die Politik zurück zu gewinnen“.


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