„Nica ist da“: Hilfe bedeutet Hoffnung für junge Italiener in Hochzirl

Hochzirl ist oft letzte Hoffnung für Menschen, deren Leben sich von einem Moment zum nächsten ändert. Auch für Danilo und Nica, hier ist ihre Geschichte:

  • Artikel
  • Diskussion (3)
Danilo mit seiner Lebenspartnerin Nica, der er nun auch im Krankenhaus Hochzirl nicht von der Seite weicht.
© Zanni

Zirl – „Hallo, ich bin Danilo, und das hübsche Mädchen neben mir ist Nica.“ Mit diesen Worten beginnen die Zeilen, mit denen Grafikdesigner Danilo Zanni seinen Aufruf startet. Er schreibt sie unter ein Foto von sich und seiner Lebenspartnerin. Es wurde aufgenommen, bevor sie vor einem Jahr – während sie schlief – eine Hirnblutung erlitten hat und nichts mehr war wie vorher. Grund dafür war ein nicht diagnostiziertes Aneurysma.

„Nachdem sie aus dem Koma erwacht war und sich fünf komplizierten Operationen unterzogen hatte, ging Nica von einem vegetativen in einen Zustand minimalen Bewusstseins über und dann in einen Zustand, der als akinetischer Mutismus bezeichnet wird“, schreibt Danilo. Dabei handelt es sich um eine Schädigung des Gehirns, die betroffenen Patienten sind zwar wach, können aber weder sprechen noch sich bewegen, da ihnen der nötige Antrieb dazu fehlt.

„Nica ist bettlägerig, wird künstlich ernährt, braucht intensive Hilfe bei allen Aktivitäten, benutzt keine Worte, und jede kleinste Reaktion kostet sie immense Anstrengung.“ Aber das Wichtigste für den Mann aus Martina Franca, einer Gemeinde in der süditalienischen Region Apulien: „Nica ist da. Sie sieht, hört, kommuniziert, wenn auch manchmal auf unbeständige Weise, mit dem Schließen ihrer Augen.“ Deshalb hat er die Hoffnung nicht aufgegeben, doch die vom italienischen Gesundheitsdienst angebotene Behandlung ist bereits abgeschlossen. Allerdings gibt es noch großes Rehabilitationspotenzial, in Italien aber keine entsprechenden Therapiemöglichkeiten dafür.

Einmal mehr ist deshalb das Krankenhaus Hochzirl mit seinem in Europa einzigartigen multimodularen Konzept aus Robotik, entsprechendem Know-how und maßgeschneiderten Therapien die letzte Hoffnung für Menschen, deren Leben sich von einem Moment auf den anderen radikal verändert hat. Es hat sich herumgesprochen, dass dort Pionierarbeit geleistet wird. Nica ist bereits in Hochzirl, und Danilo wacht täglich an ihrem Bett. Die sehr teure Behandlung muss aber privat finanziert werden, während der ersten Monate war das durch eine Spendenaktion in Italien (www.facebook.com/laforzadinica – die Stärke von Nica) möglich. Um die Therapie weiterführen zu können, ist aber weitere Unterstützung nötig. Die Tirolerin Silke Sporn, die auf das Schicksal des Paars aufmerksam wurde, möchte dabei helfen und verbreitet die Geschichte der beiden und Danilos Hilferuf unter https://gofund.me/07c1e061. „Wir sind für jede Hilfe sehr dankbar!“ (ms)

Jetzt eines von fünf Jahresabos für Body & Soul gewinnen

TT-ePaper 4 Wochen gratis ausprobieren, ohne automatische Verlängerung


Kommentieren


Schlagworte