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Papst hob in Weihnachtsbotschaft Bedeutung des Dialogs hervor

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Papst Franziskus am Samstag in Rom.
© FILIPPO MONTEFORTE

Rom – Der Papst hat in seiner Weihnachtsbotschaft am Christtag die Bedeutung des Dialogs in Zeiten der Pandemie hervorgehoben. "Unsere Fähigkeit zu sozialen Beziehungen wird auf harte Probe gestellt; es gibt eine wachsende Tendenz dazu, sich zu verschließen, alles allein machen zu wollen; man verzichtet darauf, hinauszugehen, sich zu begegnen und miteinander die Aufgaben zu erledigen. Auf internationaler Ebene besteht Gefahr, dass die Bereitschaft zum Dialog fehlt", so der Papst.

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Die Pandemie führe dazu, Abkürzungen zu wählen anstatt die längeren Wege des Dialogs. "Dialog allein führt jedoch zu einer Konfliktlösung und zu Vorteilen, die allen zugutekommen und von Dauer sind", betonte der Pontifex, der auch die vielen Krisenherde weltweit hinwies, unter anderem Syrien, Irak, Jemen und Libanon.

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"Erinnern wir uns an die anhaltenden Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern, die sich ungelöst hinziehen und immer größere soziale und politische Folgen haben. Vergessen wir nicht Betlehem, den Ort, an dem Jesus das Licht der Welt erblickte. Dort durchlebt man auch aufgrund der von der Pandemie verursachten wirtschaftlichen Probleme schwere Zeiten. Denn die Pilger sind daran gehindert, das Heilige Land zu erreichen, und dies wirkt sich negativ auf das Leben der Bevölkerung aus", erklärte der Pontifex den unter dem Regen auf dem Petersplatz versammelten Gläubigen. Die Zahl der auf dem Petersplatz zugelassenen Pilgern wurde beschränkt, um zu starke Ansammlungen zu verhindern.

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Der Papst bat um Trost für das afghanische Volk, das seit über 40 Jahren durch Konflikte auf eine harte Probe gestellt wird, die viele dazu bewogen haben, das Land zu verlassen, und rief zu Gebeten für die Ukraine auf, damit sich "die Metastasen eines schwelenden Konflikts nicht ausbreiten".

Der Papst betete für die Opfer der Gewalt gegen Frauen, die in dieser Zeit der Pandemie um sich greife. "Gib den Kindern und Jugendlichen Hoffnung, die Mobbing und Missbrauch erleiden. Spende den älteren Menschen Trost und Zuneigung, vor allem denjenigen, die am einsamsten sind. Schenke den Familien, dem erstrangigen Ort der Erziehung und der Grundlage des sozialen Gefüges, Gelassenheit und Einheit", so der Pontifex.

Wie gewohnt spendete der Papst den Segen "Urbi et orbi" (der Stadt und dem Erdkreis) von der Loggia der vatikanischen Basilika. Die Weihnachtsbotschaft und der Segen Urbi et orbi sind ein Höhepunkt der christlichen Weihnachtsfeier. Im ersten Pandemie-Jahr tat er dies in stark reduzierter Form lediglich per Videoansprache aus der Benediktionsaula im Petersdom. (APA)


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