Neue Drehleiter der Imster Feuerwehr braucht Hilfe aus Gemeinden

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Seit bald 30 Jahren ist die Drehleiter der Stadtfeuerwehr Imst im Einsatz. Eine neue ist bestellt, die Umlandgemeinden sollen mitzahlen.
© Böhm

Imst – Für Mai ist die neue Drehleiter der Stadtfeuerwehr Imst, die über die Stadtgrenzen hinaus eingesetzt wird, bestellt. „Aufgrund von bekannten Lieferschwierigkeiten bei den Chips könnte es Sommer werden“, erklärt der Imster Kommandant Roland Thurner. Die alte Drehleiter mit Baujahr 1994 werde dann verkauft. Es ist die Empfehlung des Tiroler Feuerwehrverbandes, Einsatz-Lkw auszumustern. Der anstehende zehnjährliche Service würde 100.000 Euro kosten.

Die Umlandgemeinden wurden daher in den vergangenen Wochen und Monaten seitens der Bezirkshauptmannschaft angeschrieben. Dabei wurde ihnen ein Finanzierungsschlüssel für den Ankauf des 850.000 Euro teuren Fahrzeuges nahegebracht. Nicht alle sind mit der Vorgehensweise einverstanden. Der Arzler Bürgermeister Josef Knabl etwa hätte gerne vorher ein klärendes Gespräch gehabt. In Roppen gab es zuletzt in der Gemeinderatssitzung eine Diskussion darüber. Dort lehnt man den Beitrag ab. Vielmehr wolle man bei künftigen Einsätzen der Drehleiter die offiziellen Stundensätze laut Tarifverordnung bezahlen.

Der damit kritisierte Imster BM Stefan Weirather bedauert die Vorgangsweise prinzipiell, erklärt dies mit der Pandemiesituation. „Alle Kommandanten wussten aber Bescheid“, verweist er auch auf Kommunikationsprobleme in den Gemeinden. Das Land fördere die Drehleiter mit 50 Prozent, Imst habe eine Anzahlung von 300.000 Euro geleistet. „Es geht um den Schutz der Bevölkerung“, betont Weirather, dass die Drehleiter in einem Einzugsgebiet mit 27.000 Personen eingesetzt wird. (pascal)

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