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Letzte Ruhe gefunden: Die Sportwelt trug 2021 oft Trauer

Auch 2021 haben wieder viele Persönlichkeiten aus der Sportwelt ihre letzte Ruhe gefunden. In Tirol, in Österreich und weltweit wurde der Verlust großer Persönlichkeiten beklagt.

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Tirols Fußball trauert um Mäzen Gernot Langes.
© ROLAND SCHLAGER

Innsbruck – Tirols Fußball trauerte um Gernot Langes, der seit 1971 mit FC Wacker und der WSG Wattens verbunden gewesen war und die Weichen für zahlreiche Titel legte. Paul Gludovatz, der langjährige Trainer von Nachwuchsteams im ÖFB, der auch bei der SV Ried erfolgreich tätig war, verstarb im November. Weltweit traf der Tod von Frank Williams, dem früheren Teamchef und Mitbesitzer des britischen Traditionsrennstalls in der Formel 1 viele ins Herz. Aber auch so manch junger, hoffnungsvoller Sportler ließ sein Leben wie zuletzt Motocross-WM-Fahrer Rene Hofer.

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Deutschlands Torjäger Gerd Müller starb im August.
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Lang ist die Liste der Fußball-Toten mit großer Erfolgsliste: Gludovatz verstarb an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung, wie auch der frühere Sturm-Graz-Profi Mehrdad Minavand. Der steirische Club verlor auch seinen ehemaligen Tormann Walter Saria, Rapid Wien Zlatko Kranjcar und den ehemaligen Präsidenten Rudolf Edlinger. In Deutschland wurden Nachrufe für Gerd Müller, den als „Bomber der Nation“ gepriesenen ehemaligen Torjäger von FC Bayern München, verfasst. Bernard Tapi, der frühere Chef von Olympique Marseille, erlag einem Krebsleiden. Manchester City teilte seine Trauer um Colin Bell, Liverpool um Ian St. John. Mit 84 starb der ehemalige tschechoslowakische Teamchef Jozef Venglos, mit 92 Italiens Legende Giampiero Boniperti. In ihrer Biografie „Weltmeister“ stehen hatten Leopoldo Jacinto Luque (Argentinien, 1978), Horst Eckel (Deutschland, 1954) und Jimmy Greaves sowie Roger Hunt (beide England, 1966).

Ein Drama ereignete sich während des Spiels der ICE Hockey League zwischen den Bratislava Capitals bei den Dornbirn Bulldogs auf dem Eis. Der Slowake Boris Sadecky brach zusammen und verstarb im Krankenhaus. Wenige Tage später wurde der Club-Geschäftsführer Dusan Pasek in Bratislava tot aufgefunden, die Slowaken stiegen aus der Liga aus. Österreichs Eishockey trauerte auch um Jeff Geiger (63), der mit dem VSV und Feldkirch jeweils dreimal Meister geworden war und auch von 1986 bis 1988 im IEV-Dress auflief.

Bei der Ausübung ihres Berufs kamen der Schweizer Jason Dupasquier beim Motorrad-WM-Lauf in Mugello oder der französische Motorrad-Pilot Pierre Cherpin bei der Rallye Dakar ums Leben. Erst 15 Jahre war der spanische Nachwuchspilot Dean Berta Viñales, Cousin von MotoGP-Pilot Maverick Viñales, als er beim Lauf zur Supersport-300-WM in Jerez tödlich verunglückte. KTM-Pilot Hofer wurde bei einem Lawinenabgang während einer Skitour in Salzburg getötet.

Gian Franco Kasper war 23 Jahre FIS-Präsident.
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Auch für Ex-Snowboard-Weltmeisterin Julie Pomagalski aus Frankreich gab es kein Entkommen aus einer Lawine in der Schweiz, der slowenische Freestyle-Snowboarder Marko Grlic verlor im freien Gelände in Sölden viel zu früh sein Leben.

Todesanzeigen wurden auch für einige erfolgreich und lang dienende Funktionäre verfasst: Jacques Rogge (79) war von 2001 bis 2013 Präsident des Internationalen Olympischen Komitees. Der Schweizer Gian Franco Kasper (77) war seit 1998 Präsident des Ski-Weltverbandes (FIS). Max Mosley (81), der frühere und langjährige Präsident des Motorsport-Weltverbandes (FIA), erlag einem Krebsleiden.

Im Tennis hieß es Abschied nehmen von Tony Trabert (90), der US-Amerikaner gewann fünf Grand-Slam-Titel, sowie von der spanischen Legende Manuel Santana. In der Leichtathletik ist der zweifache Olympiasieger und Weltrekordler Lee Evans nun Teil der Erinnerung, der 400-m-Sprinter und Menschenrechtsaktivist erlitt mit 74 einen Schlaganfall.

Der frühere finnische Rallye-Star Hannu Mikkola (78) verstarb an Krebs. Abschied nehmen hieß es auch von der US-amerikanischen Motorsportlegende Alfred „Al“ Unser (82), einem der erfolgreichsten Fahrer beim Indianapolis 500. Es gingen für immer die ehemalige Formel-1-Piloten Adrian Campos (60) und Carlos Reutemann (79) und der zweifache Motorrad-Weltmeister Fausto Gresini (60).

Im Boxsport trauerte man um den frühere Schwergewichts-Weltmeister Leon Spinks (67) und den Mittelgewichts-Champions „Marvelous“ Marvin Hagler (66). (APA, TT)

Formel-1-Ikone Frank Williams starb im Alter von 79 Jahren.
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