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Schöner die Flöten nie klimpern: Sekt oder Champagner zu Silvester?

Ob kippen oder nippen – lohnt es sich, zu Silvester mit Champagner anzustoßen? Drei Fachleute verraten, ob Sekt ebenbürtig ist, was Schaumwein mit Luxus-Handtaschen zu tun hat und wie man das Edelgetränk und sein Billig-Pendant „aufpeppt“.

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(Symbolbild)
© iStock

Von Judith Sam

Wodurch unterscheiden sich Sekt und Champagner? „In erster Linie variiert der Herstellungsort“, weiß Gerhard Eichelmann. Champagner stammt laut dem deutschen Weinkritiker von den Weinbergen der Champagne, im Norden Frankreichs, wo etwa Chardonnay, Pinot Meunier und Pinot Noir angebaut werden: „Schaumweine, die außerhalb dieser knapp 35.000 Hektar Rebenfläche gewonnen werden, müssen als Sekt bezeichnet werden.“

Zudem darf Champagner nur strikt nach der „Méthode Champenoise“ hergestellt werden. Sekt hingegen, von dem allein zu Silvester hierzulande zwei Millionen Flaschen geleert werden, ist meist ein Gemisch aus verschiedenen Grundweinen.

🥂 Woran erkennt man wohlschmeckenden Schaumwein?

Schwierige Frage, unterscheiden Experten doch allein beim Sekt sieben Geschmacksrichtungen, die sich am Zuckergehalt orientieren – von naturherb (brut nature) über trocken (dry) bis mild (doux). Die Innsbrucker Weinexpertin Elisabeth Gottardi empfiehlt in Verkaufsregalen nicht nur hochpreisigen Stücken, die meist auf Augenhöhe stehen, Beachtung zu schenken: „Weniger namhafte, aber teilweise ebenso gute findet man oft auf Kniehöhe.“


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