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„Magnifico!“: Erhellendes zum 50er einer großen Band

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Ein ganz früher Schnappschuss aus dem Familienalbum von „Queen“. (V. l.) Brian May (Gitarre), Freddie Mercury (Gesang, †1991), John Deacon (Bass) und Roger Taylor (Drums).
© imago

London – 1971 erhob sich in England ein Quartett aus den Niederungen der unbekannten Möchtegern-Musikanten und trat unter dem Namen Queen einen Siegeszug im Rock- und Popzirkus an. Rechtzeitig zum Ausklang des 50-Jahr-Jubiläums liegt nun mit „Magnifico!“ ein üppiges, klug komponiertes Nachschlagewerk zur Bandhistorie vor.

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Angesichts der vielen selbst ernannten Promibiografen ist Autor Mark Blake ein gewisses Naheverhältnis zur Band zuzuschreiben. Der Musikjournalist hat sich der Geschichte von Queen und Frontman Freddie Mercury schon zweimal in Buchform angenähert und war mehrfach Verfasser von Tourprogramm- und Covertexten.

Um die an sich auserzählte Bandbiografie nicht zum x-ten Mal abzuhandeln, wählte Blake den klugen Kunstgriff eines alphabetischen Registers von A bis Z, um seine eigene Vorgängerveröffentlichung „Queen – Is This The Real Life?“ quasi neu aufzubereiten. Zwischen A und Z finden sich zahlreiche Fakten und Begebenheiten, die doch ziemlich tiefgründig ausgeleuchtet werden.

Hätten Sie es gewusst? Dass zur Gründerzeit neben Queen auch andere Bandnamen im Spiel waren: „Great Dance“, „Rich Kids“, ja sogar „Build Your Own Boat“? Oder dass der Megahit „Another One Bites The Dust“ heute in der Medizin zum Herzdruckmassagetraining eingesetzt wird? Dass sich Mercury vor seiner Musikerkarriere als Schuhverkäufer verdingte und u. a. einen gewissen David Bowie bediente? Und dass beim allerersten Birmingham-Konzert von Queen ein halb gegessener Hot Dog mitten in Mercurys Gesicht landete?

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Auch der Bezug zu Österreich kommt in dem Nachschlagewerk nicht zu kurz. Unter dem Buchstaben H findet sich Christian Herbst, jener österreichische Gesangspädagoge also, der 2016 in einer aufwändigen Studie Mercurys Stimmbeschaffenheit haarklein analysierte. Und unter V kann man Barbara Valentin nachschlagen, die Wahlbayerin aus Wien, die mit dem Queen-Sänger eine zweijährige Beziehung ohne Happy End unterhielt. (APA, TT)


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