Neujahrsansprache von LH Platter: „Gemeinsam gegen das Virus kämpfen“

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LH Günther Platter beschwört die Menschen: „Lassen wir den Hass und die Wut zurück.“
© Böhm

Innsbruck – In seiner Neujahrsansprache geht Landeshauptmann Platter ausführlich auf das alles beherrschende Thema ein: die Corona-Pandemie, die seit fast zwei Jahren „unser Leben bestimmt“. Er geht darauf ein, dass die neuerlich notwendigen harten Maßnahmen für viele „enttäuschend und frustrierend“ waren. Aber die Politik habe die Entscheidungen nicht leichtfertig getroffen.

Platter ging auch auf den Vertrauensverlust ein: „Wenn schon das Virus völlig unberechenbar ist, dann sollen sich die Menschen jedenfalls auf die politischen Verantwortungsträger verlassen können. Diese Verlässlichkeit ist wichtig und mir ist bewusst, dass sie in der Vergangenheit mehrfach auf die Probe gestellt wurde. Rasche Entscheidungswechsel haben zu einer großen Verunsicherung bei den Menschen geführt.“

📽️ Video | Neujahrsansprache 2022

Die Einschränkungen, Ängste, Sorgen und psychischen Belastungen hätten den Menschen schwer zu schaffen gemacht. „Aber wir müssen gemeinsam gegen das Virus kämpfen und nicht die Menschen gegeneinander ausspielen“, spricht der Landeshauptmann den tiefen Riss in der Gesellschaft an: „Ich bitte Sie daher: Lassen wir den Hass und die Wut zurück.“ Die Meinungsfreiheit sei zwar ein „elementares Grundrecht unserer offenen, demokratischen Gesellschaft. Wenn aber unterschiedliche Positionen so festgefahren sind, dass es zu verbalen und tätlichen Attacken kommt, dann heißt es einen Gang zurückzuschalten – bei den Worten wie auch bei den Taten. Dann ist es höchst an der Zeit, dass wir Hindernisse ab- und Brücken aufbauen.“

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Zum Schluss gibt sich der Landeshauptmann optimistisch. Die Verunsicherung sei zwar groß und man könne nicht mit Gewissheit sagen, wann bessere Tage kommen – „aber diese Tage werden kommen“. (TT)


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