Fast 1000 Gebäude im US-Staat Colorado abgebrannt

Drei Menschen galten zunächst noch als vermisst, sieben wurden verletzt. Die Ursache der Brände war unklar.

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Durch das „Marshall Fire" verloren viele Menschen ihr Zuhause.
© Carl Glenn Payne via www.imago-images.de

Denver (Colorado) – Bei den jüngsten Bränden im US-Bundesstaat Colorado nahe der Stadt Boulder sind nach Behördenangaben fast 1000 Häuser und andere Gebäude zerstört worden. Drei Menschen galten dem Katastrophenschutz zufolge zunächst noch als vermisst, sieben waren verletzt worden. Die Behörden wollen demnach Suchhunde einsetzen, um die Vermissten zu bergen, sobald es das Wetter zulässt.

Die Feuer hatten sich am Donnerstag rasch ausgebreitet, begünstigt von teils sehr starken Winden. In den Orten Louisville und Superior sollten sich rund 34.000 Einwohner in Sicherheit bringen.

Starke Winde und Dürre hatten die Ausbreitung der Brände begünstigt.
© JASON CONNOLLY

Die Ursache der Brände war noch unklar. Behördenvertreter hatten zunächst spekuliert, dass die für die Winterzeit in der Region untypischen Feuer ausgelöst wurden, als der Wind Stromleitungen zu Boden riss. Sheriff Joe Pelle sagte jedoch am Samstag, es seien keine kaputten Stromleitungen gefunden worden. Es gebe wegen der Brände einen Durchsuchungsbefehl, sagte er – ohne weitere Details zu nennen.

„Katastrophe im Zeitraffer"

Eine seit Monaten andauernde Dürre in der Region hatte die Ausbreitung der Feuer begünstigt. Verbliebene Glutherde wurden in der Nacht zum Samstag mit rund 20 Zentimeter Neuschnee bedeckt, weswegen das Feuer nicht mehr als bedrohlich galt. Der als „Marshall Fire" bezeichnete Brand hatte sich Medienberichten zufolge auf einer Fläche von etwa 24 Quadratkilometern ausgebreitet.

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Luftbilder zeigen ganze Straßenzüge, in denen nur noch ein Haufen Asche von den Häusern übrig war.
© Satellite image ©2021 Maxar Technologies / AFP

Auf Luftbildern waren ganze Straßenzüge zu sehen, in denen nur noch ein Haufen Asche von den Häusern übrig war. „Das war eine Katastrophe im Zeitraffer", erklärte Colorados Gouverneur Jared Polis. „Viele Familien hatten nur Minuten, um was immer sie konnten – ihre Haustiere, ihre Kinder – ins Auto zu setzen und wegzufahren."

Polis hatte für den Bezirk nordwestlich der Regionalhauptstadt Denver bereits am Donnerstag den Notstand erklärt. US-Präsident Joe Biden genehmigte zudem eine Notstandserklärung nach Bundesrecht, was zusätzliche Hilfe für die Betroffenen ermöglicht. (APA/dpa)

📽️ Video | Schnee löscht dramatisches Feuer in Boulder in Colorado:


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