NEOS wollen Krisengipfel zur psychischen Gesundheit von Jugendlichen

Angesichts besorgniserregender Zahlen zum Thema müsse die neue Jugend-Staatssekretärin Claudia Plakolm rasch handeln, so NEOS-Jugendsprecher Yannick Shetty.

  • Artikel
  • Diskussion (2)
Shetty geht mit einem Sieben-Punkte-Plan in die Verhandlungen.
© Martin Juen via www.imago-images.de

Wien – NEOS-Jugendsprecher Yannick Shetty fordert anlässlich der dramatischen Lage der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen einen akuten Krisengipfel von der neuen Jugend-Staatssekretärin Claudia Plakolm (ÖVP) ein. Neue Studien belegen, dass mehr als zwei Drittel der Mädchen zwischen 14 und 20 Jahren an einer mittelgradigen Depression leiden. Mehr als ein Fünftel der Jugendlichen haben wiederkehrende suizidale Gedanken, zitiert Shetty aus Erhebungen zu diesem Thema.

Der Krisengipfel müsse daher so schnell wie möglich stattfinden und breit aufgestellt werden. Es sollen Vertreter der stationären Kinder- und Jugendpsychiatrie, der Dachverbände der Psychologen, Psychotherapeuten, Kinderärzte, der außerschulischen Jugendarbeit sowie der parlamentarischen Parteien dabei sein. Ziel müsse sein, dass die Abschätzung der Folgen für die Jugendlichen Teil der nationalen Pandemiebekämpfung werde und konkrete Gegenmaßnahmen beschlossen würden.

Sieben-Punkte-Plan vorgestellt

„Es braucht keine weiteren Studien über die dramatische Lage, die Fakten liegen auf dem Tisch. Die Jugendstaatssekretärin muss den strukturierten Austausch mit den zuständigen Stellen in die Wege leiten und auch die Parlamentsparteien miteinbeziehen. Ich fordere einen raschen Krisengipfel, in dessen Rahmen konkrete Maßnahmen beschlossen werden, die die Bundesregierung dann sofort umsetzt. Das wäre zu Beginn des neuen Jahres endlich ein gutes Zeichen für viele betroffene Kinder und Jugendliche", so Shetty.

Shetty geht mit einem Sieben-Punkte-Plan in diese Verhandlungen, die NEOS als Notfall-Plan für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen vorgestellt haben: „Wir brauchen jetzt zum Beispiel einen raschen Ausbau der psychologischen Versorgung für Kinder und Jugendliche, Schwerpunkt-Workshops zu Mental Health in allen Schulklassen, eine breit angelegte Informationskampagne und ein stringentes Sicherheitskonzept an Bildungseinrichtungen, damit Unterricht vor Ort möglichst lang sichergestellt werden kann – denn: offene Schulen sind laut der Wissenschaft der effektivste Schutz vor psychischer Belastung."

Gewinnspiel: Jahresabo für Body & Soul

TT-ePaper 4 Wochen gratis ausprobieren, ohne automatische Verlängerung

„Kinder und Jugendliche hatten in dieser Regierung bisher keine Lobby, keine mächtigen Fürsprecher. Das muss sich ändern: Sie brauchen Verbündete in der Politik, um ihre Interessen, ihre Gesundheit und ihr Leben zu schützen", meinte Shetty. (APA)


Kommentieren


Schlagworte