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Neuinfektionen in Österreich: Tirol und Bezirk Kitzbühel mit höchster Inzidenz

In den vergangenen 24 Stunden wurden mehr als 3300 Neuinfektionen registriert ‒ trotz weniger Tests Ein Anstieg ist auch bei den Spitalspatienten zu erkennen. Tirol ist derzeit das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tages-Inzidenz, Kitzbühel liegt auf Bezirksebene an der Spitze.

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Wien ‒ Die deutlich infektiösere Omikron-Variante breitet sich in Österreich weiter aus und lässt die Fallzahlen weiter ansteigen. Am Montag meldeten die Ministerien ‒ bei deutlich geringeren Testzahlen ‒ 3319 Neuinfektionen. Insgesamt lagen zu Wochenbeginn wieder 1017 Covid-Patientinnen und -Patienten in den heimischen Spitälern - nur am Sonntag waren es mit 973 weniger als 1000 gewesen. Seither wurden 44 weitere Infizierte aufgenommen.

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Dreistellig war die Zahl der Patienten zuletzt am 21. Oktober mit 968 gewesen. Auf Intensivstationen mussten zu Wochenbeginn 320 Schwerkranke behandelt werden, um fünf weniger als am Sonntag. In der vergangenen Woche war die Zahl der Infizierten in intensivmedizinischer Betreuung um 63 zurückgegangen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg weiter auf 254,4 pro 100.000 Einwohner an. Österreichweit gab es bereits wieder 34.330 bestätigte aktive Fälle, um 1483 mehr als am Vortag. Seit Pandemiebeginn hat es in Österreich bereits 1.288.829 bestätigte Fälle gegeben. Als genesen gelten 1.240.740 Personen.

Sieben-Tage-Inzidenz in Tirol am höchsten

Das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz ist derzeit Tirol mit 480,6, gefolgt von Salzburg, Wien und Vorarlberg (364,2, 326,1 bzw. 280,8). Dahinter reihen sich Niederösterreich (202,4), Oberösterreich (187,6), Kärnten (177,9), die Steiermark (158) und das Burgenland (150,7).

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Seit Sonntag kamen mit 871 Neuinfektionen die meisten in Wien hinzu, Tirol meldete 714 neue Fälle, Niederösterreich 516, Oberösterreich 351 und Salzburg 303. In der Steiermark gab es 255 weitere Infizierte, in Vorarlberg 180, in Kärnten 73 und im Burgenland 56.

Bezirk Kitzbühel mit knapp dreistelliger Inzidenz

Nach Bezirken hat Kitzbühel zu Wochenbeginn die österreichweit höchste Sieben-Tage-Inzidenz aufgewiesen, sie war knapp dreistellig. Laut den Daten der AGES betrug sie am Montag 992,6 hochgerechnet auf 100.000 Einwohner. Im Bezirk gibt es in Kirchberg auch mehrere Skilehrer-Cluster mit mittlerweile 24 positiv getesteten Personen.

Einen zweiten Skilehrer-Cluster gibt es in St. Anton am Arlberg ‒ dem Tiroler Bezirk mit der zweithöchsten Inzidenz von nunmehr 823,1. Dort sind bereits 21 Skilehrer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Land Tirol will nun vor allem ausländische Skilehrer boostern, kündigte es am Montag an.

Österreichweit die zweithöchste Inzidenz verzeichnet ein Salzburger Skigebiet-Bezirk. In Sankt Johann im Pongau stieg die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag auf 888,3 an. Im angrenzenden Tamsweg waren es 795,3. Österreichweit die geringste Sieben-Tage-Inzidenz gibt es unterdessen in Gmünd in Niederösterreich. Dort lag sie am Montag bei 82,7.

Sieben Todesfälle in 24 Stunden gemeldet

In den vergangenen 24 Stunden wurden in Österreich außerdem sieben weitere Todesopfer gemeldet, im Sieben-Tages-Schnitt waren es täglich 15,6. In der vergangenen Woche starben 109 Menschen an den Folgen einer Infektion.

Insgesamt hat die Covid-19-Pandemie seit Ausbruch 13.759 Tote in Österreich gefordert. Pro 100.000 Einwohner sind bereits 154 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

Deutlich geringere Testzahlen

Am Montag zeigte sich wieder deutlich, dass in Österreich an Wochenenden und Feiertagen deutlich weniger getestet bzw. ausgewertet wird. Die tatsächlichen Fallzahlen dürften deutlich höher sein. So wurden in den vergangenen 24 Stunden nur 194.889 aussagekräftige PCR-Tests ausgewertet, von ihnen fielen 1,7 Prozent positiv aus. Zum Vergleich: Im Schnitt wurden in der vergangenen Woche täglich 550.552 PCR-Tests analysiert, die Positiv-Quote betrug durchschnittlich 0,6 Prozent. Dennoch lagen die 3.319 Neuinfektionen über dem Schnitt der vergangenen sieben Tage, hier waren täglich 3.247 neue Fälle registriert worden.

Vor genau einer Woche - am 27. Jänner - waren in Österreich noch 1.550 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden. Auch damals waren nur halb so viele PCR-Tests wie im Wochenschnitt ausgewertet worden.

6,6 Millionen Menschen zumindest ein Mal geimpft

Auch geimpft wurde am Sonntag weniger als unter der Woche. Österreichweit wurden gestern 18.093 Impfungen durchgeführt. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses 6.618.314 Menschen bereits zumindest eine Impfung erhalten. Genau 6.328.293 Menschen und somit 70,8 Prozent der Österreicher verfügten mit Stand Sonntag über einen gültigen Impfschutz.

Seit Montag verlieren die Impfnachweise der einmaligen Janssen Impfung (Johnson & Johnson) ihre Gültigkeit. In der Statistik wird das ab Dienstag abgebildet. Rund 75.000 Menschen haben nach einer Johnson-Immunisierung noch keine weitere Impfung in Anspruch genommen.

Von den 18.093 Impfungen am Sonntag waren 1640 Erststiche, das sind 9,06 Prozent. Insgesamt wurden innerhalb der vergangenen sieben Tage 22.029 Erstimpfungen durchgeführt. 8541 Drittstiche am Sonntag waren 47,21 Prozent aller durchgeführten Impfungen. Insgesamt wurden innerhalb der vergangenen sieben Tage 129.500 Drittstiche verabreicht.

Die Impfraten nach Altersgruppen: Bei den Zwölf- bis 24-Jährigen haben 67,3 Prozent ein gültiges Impfzertifikat, in der Altersgruppe 25 bis 34 Jahre beträgt die Rate 71,6 Prozent und bei den 35- bis 44-Jährigen 75 Prozent. 77,2 Prozent der Personen zwischen 45 und 54 Jahren sind mit Zertifikat nachweisbar gegen Covid-19 geschützt, 84,2 Prozent in der Gruppe 55 bis 64. Die 65- bis 74-Jährigen weisen eine Quote von 87,6 Prozent auf, die 75- bis 84-Jährigen 90,2 Prozent und die Gruppe 85plus 84,6 Prozent. Für Kinder bis elf Jahre werden 6,7 Prozent ausgewiesen.

Am höchsten ist die Schutzrate (gültiges Impfzertifikat) im Burgenland mit 76,3 Prozent. In Niederösterreich haben 72,6 Prozent der Bevölkerung einen validen Impfschutz, in der Steiermark 70,6 Prozent. Nach Wien (70,1), Tirol (69,7), Vorarlberg (68), Salzburg (67,5) und Kärnten (67,4) bildet Oberösterreich das Schlusslicht mit 66,4 Prozent. (TT.com, APA)


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