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Runde Kapelle in Weidach für Pfarrer ein „mutiger Bau“

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Das Altenwohnheim Weidach wird neu aufgebaut und soll eine etwas unkonventionelle Kapelle erhalten. Im Boden werden zwei hölzerne Kreise eingelassen, wodurch die Kapellenbesucher um den Altar herum sitzen.
© Architekt Illmer

Von Eva-Maria Fankhauser

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Schwaz – Bedächtig, aber mit zufriedener Miene blickt Pfarrer Rudolf Theurl auf den Entwurf der neuen Kapelle im künftigen Altenwohnheim Weidach in Schwaz. „Es wird ein mutiger Bau, der zeigt, dass wir vor Gott alle eine Familie sind“, sagt er.

Der Altar rückt nämlich mehr in die Mitte des Raumes. Rundherum werden mobile Sitzplätze für rund 40 Personen in Form eines Kreises aufgebaut. Mehrere Säulen sowie ein Muttergottesstatue runden das Ambiente ab. Theurl gefällt der etwas ungewöhnliche Bau. „Als Pfarrer sitzt man nicht mehr wie auf einem Thron, sondern ist mitten unter den Leuten“, sagt er.

Das Altenwohnheim Weidach/St. Josef der Silberhoamat wurde Opfer eines Brandes und wird derzeit wieder neu aufgebaut. Die Kapelle soll den Namen „Hl. Josef kum wa lech“ erhalten, was so viel heißt wie „Hl. Josef steh auf und geh“. Das will Architekt Markus Illmer auch den Bewohnern mit auf den Weg geben: „Für die Senioren ist es oft die Hauptsache, dass sie jeden Tag aufstehen – insofern ist es eine Ermunterung dazu und sich der Welt zu öffnen.“ Man wird laut Illmer zudem in den Kreis hineingeführt, um so die Liturgie als ein Ereignis zu erleben. „Es ist klar, dass einen solchen Gottesdienst zu zelebrieren viel anspruchsvoller ist, als nur eine Messe zu lesen“, sagt Illmer. Doch Pfarrer Theurl habe das Zeug dazu – „viele müssten sich daran ein Beispiel nehmen“.

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