Kameradschaft in Reutte blieb in Pandemie auf der Strecke

Reuttes Freiwillige Feuerwehr hatte im abgelaufenen Jahr 131 Einsätze zu bewältigen. Gleich um 35 Prozent mehr als 2020.

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Schulungen und Leistungsüberprüfungen wurden bei der FWW Reutte trotz Corona so gut wie möglich fortgeführt.
© FFW Reutte

Von Helmut Mittermayr

Reutte – Aus der traditionellen Generalversammlung der Reuttener Feuerwehr am Dreikönigstag im Blauen Saal des Hotel Hirschen wurde eine Presseaussendung. Die Corona-Situation zwang zur Absage nicht nur dieser Versammlung. „Seit fast zwei Jahren bestimmt die Pandemie nun schon unser tägliches Leben. Die dynamischen Entwicklungen stellen uns immer wieder vor neue Herausforderungen und bescheren ein ständiges Wechselbad der Gefühle, welches uns auch leider sehr viel Kraft und Energie abverlangt“, erklärt FW-Kommandant Alexander Ammann. Auch das Gemeinschaftsgefühl werde durch die Pandemie auf eine harte Probe gestellt. Ammann will sich aber eine gewisse Lebensfreude, Optimismus und Zuversicht nicht nehmen lassen. Durch die Corona-Beschränkungen und Social Distancing seien aber die so wichtigen Übungen und Ausbildungen sowie das kameradschaftliche und soziale Miteinander leider weitgehend auf der Strecke geblieben. „Nicht aber die Einsatzbereitschaft und Schlagkraft“, ist es ihm wichtig zu betonen.

Und hier brachte das Jahr 2021 für die Feuerwehrmänner und -frauen einen deutlichen Anstieg der Einsätze von 35 Prozent zum ersten Corona-Jahr 2020. 131-mal rückte die Freiwillige Feuerwehr Reutte aus, 97-mal 2020, 114-mal 2019. Die meisten Einsätze (101) waren technischer Natur – etwa Bergehilfe bei Unfällen. Auch zwölf Brände gab es zu löschen. Gleich 17-mal wurde umsonst ausgefahren – Täuschungsalarme hatten die Piepser aktiviert.

BM Günter Salchner freut sich, dass „wir die Weichen für den Ankauf eines neuen Löschfahrzeugs im Wert von über 200.000 Euro stellen konnten. Dieses Fahrzeug wird 2022 ausgeliefert.“

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