Papst kritisiert demografischen Rückgang: „Hunde ersetzen Kinder"

Franziskus ruft Behörden auf, die Adoption von Kindern zu erleichtern. Die „Verleugnung der Vater- und Mutterschaft" nehme uns die Menschlichkeit.

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Papst Franziskus bei der Generalaudienz im Vatikan.
© Filippo MONTEFORTE/AFP

Vatikanstadt – Bei der Generalaudienz am Mittwoch hat sich der Papst über den demografischen Rückgang in Europa besorgt gezeigt. "Neulich sprach ich über den demografischen Winter, den wir heute erleben, dass die Menschen keine Kinder haben wollen, oder zumindest ein Kind und nicht mehr. Und viele, viele Paare haben keine Kinder, weil sie nicht wollen, oder sie haben eines und nicht mehr - aber sie haben zwei Hunde, zwei Katzen. Hunde und Katzen ersetzen Kinder", kritisierte der Papst.

"Diese Verleugnung der Vater- und Mutterschaft setzt uns herab, nimmt uns die Menschlichkeit. Und so wird die Gesellschaft älter und unmenschlicher, weil der Reichtum der Vaterschaft und der Mutterschaft verloren geht. Und das Vaterland leidet, weil es keine Kinder hat", erklärte Franziskus.

Vater- und Mutterschaft seien die Fülle des Lebens eines Menschen. Der Papst sprach sich für die Adoption aus. "Wenn ihr keine Kinder bekommen könnt, denkt über eine Adoption nach. Es ist ein Risiko, ja: Ein Kind zu bekommen, ist immer ein Risiko, ob auf natürlichem Wege oder durch Adoption. Aber es ist riskanter, keine zu haben. Riskanter ist die Verleugnung der Vaterschaft, die Verleugnung der Mutterschaft, sei sie real oder geistig. Ein Mann und eine Frau, die keinen Sinn für Vaterschaft und Mutterschaft entwickeln, ihnen fehlt etwas, etwas Wesentliches, etwas Wichtiges", so der Heilige Vater.

Der Papst rief die Behörden auf, die Adoption zu erleichtern, "indem sie das notwendige Verfahren ernsthaft überwachen, aber auch vereinfachen, damit der Traum so vieler Kinder, die eine Familie brauchen, und so vieler Ehepartner, die sich in Liebe hingeben wollen, wahr werden kann". (APA)

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