Entgeltliche Einschaltung

Aufruf vor Schulbeginn am Montag: „Bitte lassen Sie Ihre Kinder vorher testen“

Bevor am Montag nach den Weihnachtsferien wieder Schule und Kindergarten beginnen, wird angesichts der Omikron-Welle zum Testen am Wochenende aufgerufen. Die Vorgaben für den Schulbeginn bleiben indes unverändert: Wie schon vor den Feiertagen wird unabhängig vom Impfstatus mindestens dreimal pro Woche getestet. Außerdem bleibt die Präsenzpflicht ausgesetzt.

  • Artikel
  • Video
  • Diskussion (1)
In Tirol wurden seit Start der Aktion "Tirol gurgelt" Mitte Dezember bisher rund 92.000 Gurgeltests durchgeführt.
© Rita Falk / Tiroler Tageszeitung

Wien, Innsbruck ‒ Am Montag beginnt wieder die Schule. Unverändert geblieben sind die Vorgaben: Wie schon vor den Feiertagen wird unabhängig vom Impfstatus mindestens dreimal pro Woche getestet, auch im Unterricht muss Maske getragen werden. Außerdem bleibt die Präsenzpflicht ausgesetzt. Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) ruft bereits am Wochenende zum Testen auf.

Entgeltliche Einschaltung

Alle Kinder haben vor Ferienbeginn drei Antigentests für daheim mitbekommen. "Bitte lassen Sie ihre Kinder am Wochenende testen, bevor sie am Montag wieder in die Schule gehen", so Polaschek. "Überall, wo es die Kapazitäten zulassen, ist zudem ein PCR-Test sinnvoll." Nur vollständig gesunde Kinder sollen am Präsenzunterricht teilnehmen.

📽️ Video | Schulstart mit CoV-Maßnahmen

"Sicherheitsphase" zu Schulbeginn

  • Drei Mal pro Woche finden Corona-Tests statt, davon muss mindestens einer ein aussagekräftigerer PCR-Test sein, die übrigen Antigen-Schnelltests.
  • In Wien, Niederösterreich und Oberösterreich gibt es jetzt schon zwei PCR-Tests pro Woche, ab 17. Jänner sollen auch die anderen Bundesländer nachziehen.
  • Oberstufenschüler sowie alle Lehrer müssen im Unterricht eine FFP2-Maske tragen, bis zur Unterstufe reicht ein Mund-Nasen-Schutz. Wer am Präsenzunterricht nicht teilnehmen möchte, kann von den Eltern entschuldigt werden ‒ ein ärztliches Attest ist dafür nicht nötig.
  • Diese Regeln laufen am 15. Jänner aus, könnten aber demnächst verlängert werden.

Neue Regeln: Weniger Quarantäne-Fälle erwartet

Grundsätzlich unverändert bleiben auch die Vorgaben für Klassenschließungen: Bei einem Corona-Fall in der Klasse bzw. Gruppe geht der Präsenzunterricht grundsätzlich weiter ‒ erst wenn es innerhalb von fünf Tagen zu weiteren positiven Fällen kommt, wird diese Klasse/Gruppe ins Distance Learning geschickt. Das bedeutet aber nicht, dass die Kinder im Distance Learning automatisch auch in Quarantäne sind ‒ die (gesundheitsbehördlichen) Quarantänevorgaben müssen nicht den (schulischen) Regeln für Distance Learning entsprechen.

Jetzt eines von fünf Jahresabos für Body & Soul gewinnen

TT-ePaper 4 Wochen gratis ausprobieren, ohne automatische Verlängerung

In Quarantäne muss nur der Corona-Fall selbst sowie ab der fünften Schulstufe auch enge Kontakte und direkte Sitznachnachbarn.

Durch die am Donnerstag verkündeten generell neuen Kontaktpersonen-Regeln wird es de facto aber auch weniger Quarantäne-Fälle geben: Doppelt (bis elf Jahre) bzw. dreifach geimpfte Kinder müssen dann generell nicht in Quarantäne, gleiches gilt, wenn durchgehend FFP2-Maske getragen wurde (was ab der Oberstufe ohnehin vorgeschrieben ist).

Test-Appell auch für Kindergartenkinder in Tirol

Während in den Schulen regelmäßig Tests durchgeführt werden, dürfen Kindergärten aufgrund der aktuellen bundesweiten Rechtslage nicht als Testort fungieren. Das Land Tirol appellierte bereits am Donnerstag an die Eltern, auch bei kleineren Kindern regelmäßig einen PCR-Test durchzuführen. Dies sei mittels PCR-Gurgeltest möglich. In ganz Tirol können diese an zahlreichen Standorten kostenlos bezogen und zurückgegeben werden.

"Neben den Schülerinnen und Schülern, die im Rahmen des Schulalltags den Ninja-Pass befüllen, sind Covid-Tests auch für Kindergartenkinder wesentlich, um Cluster in den Betreuungseinrichtungen zu vermeiden", sagte Gesundheitsdirektorin Theresa Geley. Deshalb gehe der Appell an die Eltern, speziell nach den Ferien und noch bevor die Gemeinschaftseinrichtungen öffnen, vorab einen Test durchzuführen, sagt Elmar Rizzoli, Leiter des Corona-Einsatzstabes.

"Es liegt im Interesse aller, dass Bildungs- und Betreuungseinrichtungen offen gehalten werden können." Die PCRGurgeltests seien auch für Kindergartenkinder geeignet, sagt Geley. Mehr als 92.000 PCR-Gurgeltests wurden bereits in Tirol durchgeführt, sie können bei rund 400 Filialen von MiniM , Baguette und MPreis sowie von Eurospar, Interspar und Spar, in ganz Tirol abgeholt und wieder abgegeben werden.

"Das kostenlose PCR-Gurgeltestangebot steht allen Menschen in Tirol zur Verfügung. Nutzen Sie das wohnortnahe Angebot, um eine mögliche Infektion schnellstmöglich zu entdecken und damit keine Weitergabe zu riskieren", sagte Rizzoli. (TT.com, APA)

Weitere Infos

Informationen zum PCR-Gurgeltestangebot: www.tirol.gv.at/tirolgurgelt


Kommentieren


Schlagworte

Entgeltliche Einschaltung