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Sozialmarkt in Landeck: „Im Martiniladen sind noch viele Kunden willkommen“

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Lebensmittelspenden für den Martiniladen: Schüler engagierten sich in der Freiwilligenwoche 2021.
© Martiniladen

Landeck – „Viele Sozialmärkte verzeichnen seit der Corona-Krise deutlich mehr Kunden“, zeigt das Team des Landecker Martiniladens auf. „Auch wir haben eigentlich eine steigende Kundenfrequenz erwartet. Das war aber nicht der Fall“, schildern Obmann Dietmar Wolf und Vorstandsmitglied Monika Rotter. Der 2010 eröffnete Martiniladen in der Maisengasse ist der einzige Sozialmarkt im Bezirk. Das Team des Trägervereins ist zu 100 Prozent ehrenamtlich tätig.

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„Voriges Jahr haben im Wochenschnitt rund 50 Kunden bei uns günstige Lebensmittel eingekauft“, weiß Rotter. In den vergangenen Monaten habe man „höchstens zwei bis drei neue Gesichter“ im Markt gesehen. „Gerne würden wir noch viel mehr Menschen bei uns willkommen heißen“, hob Obmann Wolf hervor. Man habe jedenfalls genügend Ware und Kapazitäten für weitere Kunden.

Im Gegensatz zur anonymen Großstadt sei Landeck „ein überschaubarer Ort, in dem fast jeder jeden kennt“, zeigt die langjährige Mitarbeiterin Monika Rotter auf. Vor diesem Hintergrund hätten Menschen mit geringem Einkommen noch immer Hemmschwellen, „den sozialen Treffpunkt Martiniladen zu besuchen“.

Bei den zahlreichen Spendern bzw. Handelsbetrieben, die dem Sozialmarkt regelmäßig Lebensmittel, Hygieneartikel und Kosmetika überlassen, könne sich das Team nur bedanken, hob der Obmann hervor. Zudem würden sich immer wieder junge Leute bzw. Schulklassen im Sinne der Sozialeinrichtung engagieren, etwa im Rahmen des Projekts „72 Stunden ohne Kompromiss“. Sogar der Kindergarten Landeck-Perjen sammelte am jüngsten Martinitag einen großen Warenkorb mit Lebensmitteln für den Martiniladen. Bei der tirolweiten Freiwilligenwoche im Oktober ist die 4. Klasse der Katharina-Lins-Mittelschule ebenfalls ausgerückt, um die Regale im Sozialmarkt mit gespendeten Lebensmitteln zu füllen. (hwe)


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