Land Tirol sucht Pflegefamilien für Kinder in Krisen

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Innsbruck – Dass die Welt für Kinder in Familien nicht immer eine heile ist, wissen die Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe des Landes. Kommt es zu massiven Gefährdungen des Kindeswohls, müssen Kinder mitunter aus den Familien genommen werden, weil dann Gefahr in Verzug vorliegt. Vor allem, wenn es um ganz junge Kinder, also Säuglinge oder bis zu Zweijährige geht, braucht es eine familienähnliche Betreuung im Krisenfall.

Bis geklärt ist, wie es weitergeht, ob das Kind etwa längerfristig in die Obhut des Kinderheimes oder einer Pflegefamilie kommt, braucht es als Übergang eine so genannte Bereitschaftsfamilie. Davon gibt es derzeit in Tirol 16. „Zu wenig, wir bräuchten dringend fünf bis sechs Familien mehr“, erklärt Daniela Preissler-Bieglmann vom Landeskinderheim Axams. Mit ihrem Team begleitet sie Bereitschaftsfamilien. Diese werden in einem Werkvertrag angestellt. Demnächst startet das Land wieder Kurse für interessierte Familien.

„Der Bedarf an Pflegeeltern ist groß“, betont auch die zuständige Landesrätin Gabriele Fischer. In Bereitschaftsfamilien sind Kinder im Schnitt bis zu acht Monate, dann wechseln sie ihren Platz. Eine schwierige Aufgabe, die Familien werden deshalb engmaschig betreut. Infos für Interessierte gibt es im Landeskinderheim Axams unter der Tel. 05234-68133. (lipi, TT)

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