Die Freude kam bei Naturbahnrodler Kammerlander mit Verspätung
Von Alois Moser
„Mit dem Sieg hätte ich nicht mehr gerechnet“, machte sich Thomas Kammerlander mit dem Heimsieg zum Weltcup-Auftakt der Naturbahnrodler in Umhausen selbst ein Überraschungsgeschenk. Denn mit der heimischen Grantaubahn steht „Kammi“ aktuell ein wenig auf Kriegsfuß: „Sie ist derzeit mein ärgster Gegner.“
Und so kam es, dass der Weltmeister, der als vorletzter Starter in die Entscheidung gegangen war, nach dem Zieleinlauf bereits abwinkte – zu stark schien der Führende Alex Gruber zu sein. Doch auch dem Südtiroler gelang auf der selektiven Bahn keine fehlerfreie Fahrt, und so durfte am Ende doch einmal mehr der Lokalmatador jubeln: „Das war ein Kampf auf Biegen und Brechen. Heute war das Glück auf meiner Seite.“ Für den zweiten Bewerb in einer Woche, ebenfalls in Umhausen, gilt es nun, am Material weiterzutüfteln: „Bis dahin werde ich mich auf jeden Fall steigern müssen.“
Der knapp geschlagene Gruber kündigte schon einmal „Revanche“ an. Hinter ihm landete Michael Scheikl auf Platz drei, Fabian Achenrainer wurde Fünfter.
Im folgenden Teambewerb wurden Kammerlander und Michelle Diepold Zweite hinter Lanthaler/Gruber (ITA).
Eregebnisse Weltcup in Umhausen
Einsitzer Herren (Sonntag)
- Thomas Kammerlander (AUT) 2.27,41 Minuten
- Alex Gruber (ITA) +0,08 Sekunden
- Michael Scheikl (AUT) +0,23 Sekunden
Einsitzer Damen (Samstag)
- Evelin Lanthaler (ITA) – 2:30,69
- Lisa Walch (GER) – 2:31,78
- Greta Pinggera (ITA) – 2:32,18
- Michelle Diepold (AUT) – 2:32,70
- Tina Unterberger (AUT) – 2:32,73
Doppelsitzer (Samstag)
- Pigneter/Clara (ITA) – 2:35,93
- Porshnev/Lazarev (RUS) – 2:36,90
- Achenrainer/Achenrainer (AUT) – 2:36,94
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