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Ein rastloser Ischgler feiert heute den 80er

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Erwin Cimarolli darf auf viele bewegte Jahre in Ischgl zurückblicken. Seine ganz große Leidenschaft gilt dem Mathias-Schmid-Museum.
© Wenzel

Ischgl – Die Einheimischen heißen Aloys, Walser, Ganahl, Zangerl oder Kurz. Mit dem italienischen Namen Cimarolli muss es sich um einen „Zugereisten“ handeln. Alt-Bürgermeister Erwin Cimarolli bestätigt: Seine familiären Wurzeln liegen im Trentino, aufgewachsen ist er in Hall in Tirol, bevor er in den 1960er-Jahren im Paznaun seine zweite Heimat gefunden und Ischgl zu seinem Lebensmittelpunkt gemacht hat. Heute Dienstag rückt das offizielle Ischgl mit Bürgermeister Werner Kurz aus, um Cimarolli zum 80. Geburtstag zu gratulieren.

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Sein Berufseinstieg beim Stadtamt in Hall, wo er eine Stelle als Verwaltungsangestellter bekam, deutete zunächst nicht auf die spätere Laufbahn hin. „Aber mit Verwaltung habe ich nicht viel am Hut gehabt“, erinnert er sich. Vielmehr interessierte er sich für den aufkeimenden Tourismus. Als Fremdenführer erläuterte er zahlreichen Urlaubern die Sehenswürdigkeiten von Hall. Im Dienstzeugnis, das er vom Fremdenverkehrsverband Hall bekam, sind lobende Worte zu finden: „Wir möchten hervorheben, dass Herr Cimarolli viele eigene Initiativen zugunsten des Verbandes entwickelt hat.“

Im November 1966 ging es nach Ischgl – als Verkehrsdirektor krempelte er seine Ärmel für die Aufwärtsentwicklung des Silvrettadorfes hoch. Zudem war er fünf Jahre Obmann des dortiges Skiclubs.

In St. Anton stieß der Touristiker durch Zufall auf Bilder des ihm bisher unbekannten Paznauner Malers Mathias Schmid (1835–1923). Der Reiz der Schmid-Bilder faszinierte Cimarolli so sehr, dass er zahlreiche Gemälde sowie Skizzenbücher sammelte und dem Genre-Maler 1999 ein eigenes Museum widmete. Bürgermeister war er 2004 bis 2009. Sein Verdienst als Heimatforscher und Autor liegt in der Herausgabe des Ischgler Dorfbuches sowie des Galtür-Büchleins. (hwe)


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