Innsbrucker Forscher erhält hoch dotierte Auszeichnung

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Der Europäische Forschungsrat fördert die Forschungsarbeit von Timon Adolph mit 1,5 Mio. Euro.
© MUI/Bullock

Innsbruck – Mit den „Starting Grants“ des Europäischen Forschungsrats (ERC) werden erfolgreiche junge Forscherinnen und Forscher mit hoch dotierten Projektbudgets ausgestattet. Die auf Basis eines hochkompetitiven Verfahrens vergebenen Förderungen gelten europaweit als besondere Auszeichnung für herausragende junge Wissenschafterinnen und Wissenschafter.

Heuer gehen sechs Preise nach Österreich, einer davon an die Medizinischen Universität Innsbruck: Der ERC fördert die Arbeit des Gastroenterologen Timon Adolph in den kommenden fünf Jahren mit 1,5 Mio. Euro. Der 36-jährige Deutsche forscht an der Univ.-Klinik für Innere Medizin I (Direktor: Herbert Tilg).

Im Fokus von Adolph stehen Entzündungsprozesse im Darm, also jene molekularen Mechanismen, die zu entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn (Crohn’s disease, CD) und Colitis ulcerosa führen. Die Inzidenz chronisch entzündlicher Darmerkrankungen ist in den letzten Jahren stark angestiegen. An der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung Morbus Crohn leiden in Europa rund 1,6 Millionen Menschen, 27.000 davon leben in Österreich.

Timon Adolph ist der zweite Forscher an der Med-Uni Innsbruck, der mit einem „Starting Grant“ des ERC ausgezeichnet wird. Die erste EU-Förderung dieser Art für die Medizin-Uni ging 2010 an Arthur Kaser, der ebenfalls Gastroenterologe ist und 2011 an die University of Cambridge berufen wurde. Adolph forschte bereits während seines Studiums in Innsbruck in der Arbeitsgruppe von Kaser. (TT)


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