Leader-Region KUUSK: Eine Region setzt auf die Familien

Die Leader-Region KUUSK will ein umfangreiches Maßnahmenpaket für Jung und Alt umsetzen.

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Sieben Gemeinden ziehen an einem Strang, um das Freizeitangebot für Jugendliche zu verbessern.
© iStock/StockPlanets

Kufstein – Langkampfen, Kufstein, Ebbs, Niederndorf, Rettenschöss, Kössen und Walchsee sind sich einig: Die Gemeinderäte der Orte beschlossen eine Beteiligung am Maßnahmenpaket zum Erreichen des in Tirol noch raren Zertifikats „familienfreundliche Region“.

Die sieben Gemeinden gehören zur Leader-Region KUUSK (Kufstein und Umgebung, Untere Schranne – Kaiserwinkl). Fünf weitere Mitgliedergemeinden (Erl, Niederndorferberg, Schwendt, Thiersee, Schwoich) sollen im Laufe der Zeit für die Teilnahme gewonnen werden, wie Andrea Silberberger vom Regionalmanagement erklärt. Eine Voraussetzung dafür sei das Zertifikat „familienfreundliche Gemeinde“. Und das liege noch nicht bei allen KUUSK-Gemeinden vor. Das sei einer der Gründe, warum man vorerst mit diesen sieben Mitgliedern starte.

Die teilnehmenden Ortschaften wollen mit dem Regionalmanagement in den nächsten drei Jahren den Fokus auf drei große Themenkreise setzen.

„So soll die regionale Jugendarbeit besser koordiniert und ausgebaut werden“, berichtet Silberberger. Dazu werde über eine zentrale Schnittstelle beraten, um Doppelgleisigkeiten zu verhindern und eine Verbesserung des Angebotes zu erreichen. „Es geht um Punkte wie Ferienbetreuung, mobile Jugendarbeit, Räume und Freizeitangebote für Jugendliche und vieles mehr“, zählt Silberberger auf.

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Ein zweiter Schwerpunkt betrifft das (öffentliche) Mobilitätsangebot für die Region. Dabei werden hier Möglichkeiten für den Ausbau einer Nachtbuslinie oder die Abdeckung von Randzeiten mit Rufbus-Systemen geprüft. Zur Umsetzung einzelner Maßnahmen will man dann mit der Genossenschaft „Kufstein mobil“ zusammenarbeiten, betont Silberberger.

Drittes großes Themengebiet ist die Nachhaltigkeit. Da schwebt den Gemeinden „der Ausbau von Gemeinschaftsgärten, die bessere Einbindung bestehender Institutionen, wie den Obst- und Gartenbauvereinen, oder auch die Schaffung von Blühwiesen und insektenfreundlichen Teilen der Stadt und der Gemeinde vor. Zudem steht die gemeinsame Neophytenbekämpfung auf dem Programm“, fügt Silberberger weiters an.

Die gesamten Maßnahmen sind in drei Jahren umzusetzen, „wobei bereits im Frühjahr mit den ersten begonnen wird. Der Zusammenschluss soll aber weit mehr als nur das Abarbeiten der Punkte sein. Er versteht sich als Steuerungsgruppe für eine breite Palette an Handlungsfeldern, da schließlich – vom Säugling bis zum Greis – jede Lebensphase ihre ganz speziellen Themen hat“, erklärt Silberberger. (wo)


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