WSG-Trainer Silberberger: „Spieler werden bei uns besser“

Die WSG Tirol startete am Montag mit Neuzugang Kofi Schulz planmäßig in die Wintervorbereitung. In der Ruhe liegt viel Kraft, um in der Bundesliga zu bestehen.

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Ab sofort für die WSG Tirol am Ball – Kofi Schulz hat viel Erfahrung im Gepäck.
© Böhm

Von Alex Gruber

Wattens – Dem „Running Gag“, dass er gestern nach dem WSG-Training auch noch jenes des FC Wacker leiten solle, begegnete WSG-Cheftrainer Thomas Silberberger, der vergangene Woche selbst den Impf-Booster erhalten hatte, schmunzelnd und trocken: „Den Schmäh habe ich schon gehört, aber wir haben hier genug zu tun und ich konzentriere mich ausschließlich auf unsere Mannschaft.“

Während Felix Bacher dieser Tage bei der Grundausbildung beim Bundesheer weilt und zwei Corona-Genesene (Torjäger Giacomo Vrioni und Mario Andric) gestern gemeinsam mit dem nach seinem Kreuzbandriss rekonvaleszenten Tobias Anselm Runden drehten, hatte Neuzugang Kofi Schulz erstmals am Wattener Kunstrasen das Leder am Fuß. Der 32-jährige offensive Linksverteidiger war nach seiner Zeit in St. Pölten im Lauf der Herbstsaison auch bei der Wiener Austria im Gespräch gewesen, der Transfer kam dann aber doch nicht zustande und somit war er im Winter für die WSG frei. „Ich fühle mich wie 21 und habe mich in den vergangenen Monaten mit einem Personal Coach fit gehalten. Ich bin bereit, meine Dienste für die WSG zur Verfügung zu stellen, und will dem Trainer weitere Optionen bieten“, stellte der in Berlin geborene Routinier bei einem durchaus faszinierten Blick in die verschneiten Tiroler Berge mit der gebotenen Professionalität fest. Dass er gerne einen „Außenverteidiger mit Offensivdrang“ markiert, ist nach einigen Duellen mit St. Pölten ja klar, der WSG streut er nach dem Fast-Abstieg 2019 Rosen: „Sie haben sich seitdem großartig verbessert und sind sicher eine sehr interessante Adresse.“

Wattener Laufgemeinschaft – Tobias Anselm, Mario Andric und Giacomo Vrioni (v. l.).
© Thomas Böhm

Dass die WSG in den vergangenen beiden Jahren vielen jüngeren Spielern (Gebauer, Yeboah, Schnegg, Svoboda, Celic ...) als Karrieresprungbrett gedient habe, untermauerte auch Silberberger ein weiteres Mal: „Man kann schon sagen, dass die Spieler bei uns besser geworden sind. Und die Transfererlöse wie jene von Kelvin Yeboah (die WSG ist beim Sturm-Verkauf an den FC Genua mitbeteiligt, Anm.) sind nach dem Ausstieg von Swarovski natürlich Gold wert. Zumal jeder weiß, dass wir händeringend nach Sponsoren suchen“, faltet Silberberger die Hände. Dabei hätte sich das Team aus der Kristallweltenmetropole mit der konsequenten und seriösen Arbeit und im dritten Jahr in der Bundesliga wohl längst mehr Zuneigung verdient.

Lobend sei an dieser Stelle auch noch erwähnt, dass es gestern zum Trainingsauftakt keinen einzigen aktuellen positiven Corona-Fall bei der WSG gab: „Und dafür muss ich der Mannschaft auch einmal ein großes Lob aussprechen“, notiert Silberberger vor dem geplanten Abflug ins Trainingslager (16.–25.1.) nach Malta. „Jeder weiß, wie wichtig diese zehn Tage mit drei tollen Testspielen für uns sind.“

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Der dringend benötigte neue Angreifer wird in den kommenden Tagen erwartet, vielleicht zaubern Sportmanager Stefan Köck und Trainer Silberberger auch noch eine weitere Überraschung aus dem Hut, um die Mission Klassenerhalt erfolgreich bestreiten zu können.


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