„Partygate": Labour wirft Johnson nach neuen Berichten Lügen vor

Boris Johnson steht wegen mutmaßlicher Covid-Verstößen weiterhin in der Kritik. Die Labour Partei wirft dem Britischen Premier und seiner Gattin vor, im Dezember bei einer Feier mit mehr als der erlaubten Personenzahl teilgenommen zu haben.

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Boris Johnson wird einmal mehr von der Opposition der Lüge bezichtigt.
© AFP/Hill

London – Wegen neuer Berichte über eine Gartenparty in seinem Amtssitz während strikter Corona-Regeln im Mai 2020 bezichtigt die Opposition den britischen Premierminister Boris Johnson der Lüge. Der Regierungschef habe das Parlament und die Öffentlichkeit mehrmals getäuscht, erklärte die Labour Party am Dienstag.

„Dies passt ins Muster, dass sie die Wahrheit verheimlichen und dann anfangen zu lügen, wenn die Dinge ans Licht kommen", sagte die Labour-Politikerin Emily Thornberry der BBC. Vizeparteichefin Angela Rayner forderte Johnson auf, sich dem Parlament zu stellen und "reinen Tisch" zu machen. Angehörige von Corona-Opfern zeigten sich empört

Zuvor hatte der Sender ITV ein E-Mail von Johnsons Büroleiter veröffentlicht, in dem er etwa 100 Beschäftigte der Downing Street am 20. Mai 2020 zu „Drinks mit Abstand" im Garten des Amtssitzes einlud. Letztlich nahmen etwa 30 bis 40 Menschen an der Veranstaltung teil, darunter auch Johnson und seine Ehefrau, wie mehrere britische Medien berichteten. Damals waren in England nur Treffen mit einer anderen Person im Freien erlaubt, wie der damalige Kulturminister Oliver Dowden am selben Tag betont hatte. Die Londoner Polizei kündigte an, die Medienberichte zu prüfen.

Johnson hat wiederholt bestritten, dass Downing Street während der Pandemie die Corona-Regeln gebrochen hat. Zunächst hatte es Berichte über Weihnachtsfeiern im Dezember 2020 gegeben. Wegen der mutmaßlichen Partys hat die Regierung eine interne Ermittlung in Auftrag gegeben. (APA/dpa)

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