Into the Winds: Der Traum vom Tanzen in Zeiten von Corona

  • Artikel
  • Diskussion
Ein Sortiment alter Blasinstrumente, dazu Trommel und Tamburin – das Ensemble „Into the Winds“ in Innsbruck: Marion Le Moal, Rémi Lécorché, Anabelle Guibeaud, Adrien Reboisson und Laurent Sauron (v. l.).
© Schramek

Innsbruck – Blockflöten in Reih und Glied, nach Größen und Tonlagen sortiert: Da werden Erinnerungen an eigene Lernversuche wach, mehr oder weniger erbauliche. Etwaige Ängste sind beim Konzert des französischen Fünfer-Ensembles Into the Winds vorgestern beim Abendmusik-Gastspiel im Haus Vier und Einzig aber fehl am Platz. Hier musizieren Profis, die munter die Instrumente wechseln, diverse Blockflöten, Schalmeien, Bombarden, frühe Posaunen.

Die Fünf haben Tanzmusik mitgebracht – älteren Datums, vom Übergang des Mittelalters in die Neuzeit, aber schwungvoll und zum Mit- shaken animierend wie eh und je. Bestens würde diese Musik open air in Innsbrucks Altstadt funktionieren, doch es ist Winter, und wir haben Corona. Daher wieder einmal zufrieden damit sein, dass dieses Konzert mit Gästen aus dem Ausland überhaupt über die Bühne gehen kann.

Die jungen MusikerInnen legen sich eifrig ins Zeug, Nervosität ist spürbar, aber auch große Könnerschaft auf alten Instrumenten. Sogar eine Busine kommt zum Einsatz, ein Blechblasrohr ganz ohne Ventile, filigran schlank und endlos lang, warm im Klang. Für den richtigen Beat sorgen Trommel und Tamburin.

Nach einem Streifzug durch halb Europa, mit Musik aus Salzburg, Italien, England und Frankreich, wird das Quintett gehörig beklatscht und bedankt sich nun ausgelassen mit Zugaben. Und da ist es wieder, das Corona-Gefühl: Schade, dass bemühte Tanzschritte bis auf Weiteres nur im eigenen Kämmerlein stattfinden können. (mark)

Jetzt einen von vier Skiurlauben gewinnen

TT-ePaper 4 Wochen gratis ausprobieren, ohne automatische Verlängerung


Kommentieren


Schlagworte